• 19.05.2013, 13:10:43
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Schönborn: Schwächeeingeständnis Benedikts ermöglichte Erneuerung

Wiener Erzbischof bei Pfingsthochamt im Stephansdom: Benedikt XVI. löste etwas aus, in dessen Folge sich bei vielen in der Kirche Herzen öffneten und Geist Gottes wirken konnte

Utl.: Wiener Erzbischof bei Pfingsthochamt im Stephansdom: Benedikt
XVI. löste etwas aus, in dessen Folge sich bei vielen in der
Kirche
Herzen öffneten und Geist Gottes wirken konnte =

Wien, 19.05.13 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat mit seiner
Rücktrittserklärung ein "Eingeständnis seiner eigenen Schwäche und
seiner Grenzen" gemacht, welches aber erst ermöglichte, "dass der
Geist Gottes wirken konnte" und es zu Erneuerungsschritten in der
Kirche kam: Das betonte Kardinal Christoph Schönborn im
Pfingsthochamt vor mehr als 4.000 Gläubigen im Wiener Stephansdom,
darunter auch zahlreiche Touristen, die der Kardinal in mehreren
Sprachen begrüßte.

Benedikt XVI. habe vor drei Monaten etwas ausgelöst, in dessen Folge
sich bei vielen in der Kirche die Herzen öffneten. So sei es möglich
geworden, dass beim Vorkonklave in der Synodenaula sehr offen
gesprochen werden konnte. "Und es wurde plötzlich auch über
Schwächen geredet", sagte der Wiener Erzbischof: "Denn der Heilige
Geist sagt: Steig herab vom Hohen Ross; bekenne, dass du Hilfe
brauchst."

Der Heilige Geist habe im weiteren Verlauf, während des Konklaves,
"Zeichen gegeben", damit der zum Papst gewählt werden konnte, "der
nicht in unseren Plänen war - auch nicht bei Journalisten und
Medien".

Dies sei auch eine Lehre für das persönliche Leben: "Gott gibt uns
Zeichen. Wir müssen heruntersteigen von unserer Selbstsicherheit.
Wir müssen die Gabe des Rates, die Gabe der Stärke, die Gabe der
Weisheit empfangen."

Der Geist Gottes führe schließlich zu einer Überwindung der
Kontroversen, die zwischen Strömungen, Kulturen, Sprachen und
Völkern bestehen. "Der Geist führt zusammen, wie hier, am Altar des
Stephansdoms, wo die Weltkirche versammelt ist: Nigeria, Rumänien,
Philippinen, die USA - und sogar einige Österreicher", so Schönborn
wörtlich.

Er erinnerte an das letzte Schülerkreistreffen mit Benedikt XVI. im
September 2012 in Castel Gandolfo, als es um das Thema der
Kircheneinheit und des Ökumenismus gegangen war. Benedikt XVI. habe
damals das Abschlusswort gehalten und gesagt: "Ich glaube, der Sinn
der Ökumene ist es, dass wir aufeinander hören und voneinander
lernen, was es heute heißt, Christ zu sein."

Mehr auf www.kathpress.at (ende) fam/

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