• 17.05.2013, 21:09:37
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Neues Volksblatt: "Freibier" von Markus EBERT

Ausgabe vom 18. Mai 2013

Utl.: Ausgabe vom 18. Mai 2013 =

Linz (OTS) - Nein, die Frage ist nach der erneut deprimierenden
Wahlbeteiligung nicht, ob man die Österreichische Hochschülerschaft
überhaupt braucht. Die Frage, die sich alle Beteiligten dringend
stellen müssen, lautet vielmehr: Wie kommt man endlich weg von diesem
falschen Verständnis, das etliche politische Gruppierungen von der
Hochschülerschaft haben. Es kann wohl nicht Aufgabe einer
Interessenvertretung sein, hunderttausende Euro aus Beitragsgeldern
in einem fragwürdigen Beisl-Projekt ("Cafe Rosa") zu versenken - um
nur ein Beispiel zu nennen. Und schon gar nicht taugt die Institution
Hochschülerschaft als Spielwiese einer rot-grünen Allianz, deren
Hauptbestreben darin liegt, die stärkste Fraktion ins Abseits zu
stellen und sich ansonsten dazu berufen fühlt, der Welt einen
Linksdrall zu verpassen.
Die bewusst herbeigeführte innere Zerrissenheit des sogenannten
Studentenparlaments ist in der Außenwirkung für eine
Interessenvertretung fatal; das sehen wohl auch viele Studierende so
und gehen, weil sie sich ohnehin nichts von den Vertretern erwarten,
daher erst gar nicht zur Wahl. Allerdings darf man sich dann auch
nicht beklagen, wenn in politisch-universitären
Entscheidungsprozessen Studentenvertreter nicht so ernst genommen
werden, wie sie das gerne hätten. Aber wer Freibier als Wahlprogramm
missversteht und wer für Freibier seine Stimme abgibt, hat sich auch
nicht sehr viel Respekt verdient.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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