• 17.05.2013, 13:15:10
  • /
  • OTS0158 OTW0158

Frauenberger: Diskriminierungsschutz ausweiten

EU-Studie zeigt Notwendigkeit von Leveling-Up

Utl.: EU-Studie zeigt Notwendigkeit von Leveling-Up =

Wien (OTS) - Die Umfrage der Agentur der Europäischen Union für
Grundrechte zur Situation von Homosexuellen und Transgender Personen
in der EU zeige Handlungsbedarf auf, meint die für
Antidiskriminierung zuständige Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger:
"Diskriminierung von Homosexuellen und Transgender Personen ist
immer noch stark in der Gesellschaft verankert. Die Politik muss
starke Zeichen für Akzeptanz und Vielfalt setzen. Daher muss der
Diskriminierungsschutz auf den Zugang zu Gütern und Dienstleistungen
auf die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität
ausgeweitet werden. Konservative Kräfte müssen sich nicht vor mehr
Gleichbehandlung fürchten: Die Studie zeigt, wie notwendig
Leveling-Up wäre."

"Um mehr Akzeptanz zu erreichen, müssen wir vor allem Barrieren
abbauen und Ängste nehmen, das beginnt in der Schule. Wenn 89 Prozent
der Befragten in Österreich angeben, in der Schule von ihren
MitschülerInnen aufgrund ihrer Sexualität oder Geschlechtsidentität
negativ konfrontiert worden zu sein, sehe ich das als
Handlungsauftrag. Im Schulunterricht, in den Lehrbüchern und in der
Nachmittagsbetreuung muss Homosexualität und geschlechtliche
Identität behandelt werden und Akzeptanz von Vielfalt gelehrt werden.
Wien unterstützt da schon zahlreiche Projekte, die sich im
Bildungsbereich engagieren", so Frauenberger.

"Die Studie zeigt auch, dass Transgender Personen besonders von
Diskriminierung betroffen sind, zum Beispiel am Arbeitsplatz. In Wien
haben wir im Zuge unseres Jahresschwerpunktes zu Transidentitäten
daher besonders auf Information gesetzt. Eine kostenlose Broschüre
bietet dem persönlichen Umfeld von Transgender Personen alle
Informationen zu dem Thema. Ziel ist es dadurch aufzuklären und für
die Thematik zu sensibilisieren, auch die ArbeitgeberInnen", betont
Frauenberger die Ziele des Wiener Transgenderpakets, das neben der
Broschüre auch Fachkonferenzen und Verbesserungen im
Verwaltungsbereich für Transgender Personen beinhaltete.

"Alle Menschen haben ein Recht auf gleiche Rechte, egal ob sie
lesbisch, schwul, bi, hetero oder trans sind. Daher brauchen wir die
völlige rechtliche Gleichstellung, auch im Bereich Adoption,
künstliche Befruchtung und Ehe. Dass mit dem neuen Gesetz nur die
Stiefkindadoption ermöglicht wird, zeigt wieder einmal wie viel in
diesem Bereich nachzuholen ist. Sagen wir deutlich Nein zu Homophobie
und Transphobie und rücken wir eine echte Gleichstellung in den
Mittelpunkt", fordert Frauenberger abschließend. (Schluss) grs

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel