• 17.05.2013, 12:44:01
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Kindergesundheitsstrategie - Stöger: Neues Forschungsnetzwerk für Kinderarzneien nimmt Arbeit auf

Anstoßfinanzierung von 1,5 Mio. Euro pro Jahr - Ziel: Mehr sichere Arzneien und bessere Behandlungs- und Heilungschancen für Kinder

Utl.: Anstoßfinanzierung von 1,5 Mio. Euro pro Jahr - Ziel: Mehr
sichere Arzneien und bessere Behandlungs- und Heilungschancen
für Kinder =

Wien (OTS/SK) - In Zukunft wird die Erforschung von Arzneien für
Kinder verstärkt gefördert, um "mehr sichere Medikamente und damit
bessere Behandlungs- und Heilungschancen für Kinder zu erzielen". Das
betonte Gesundheitsminister Alois Stöger am Freitag bei der
Vorstellung des österreichischen Forschungsnetzwerks für
Kinderarzneimittel "O.K.ids", das ab sofort die Arbeit aufnimmt. Die
Erforschung von Arzneimitteln für Kinder wurde im Rahmen der
Kindergesundheitsstrategie als Ziel festgelegt, mit dem Start des
Netzwerks geht es nun in Kooperation mit der pharmazeutischen
Industrie in die Umsetzung. "Ich bin froh, dass wir gemeinsam dieses
Ergebnis zustandgebracht haben", betonte der Gesundheitsminister.
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Das Gesundheitsministerium leistet für das Netzwerk eine
Anstoßfinanzierung von 750.000 Euro, je 150.000 Euro pro Jahr für die
nächsten fünf Jahre. "Gerade bei Kinderarzneimitteln haben viele
Ärztinnen und Ärzte Sorge, denn für nahezu 90 Prozent der Medikamente
stehen keine Studien über die Wirksamkeit bei Kindern und
Jugendlichen zur Verfügung." Diese Situation werde nun Schritt für
Schritt verbessert, indem Medikamente verstärkt auf
Kindertauglichkeit geprüft werden, betonte Stöger und sprach allen an
der Errichtung des Netzwerks Beteiligten seinen Dank aus.

Pharmig-Generalsekretär Dr. Jan Oliver Huber betonte, dass Kinder
keine "kleinen Erwachsenen" und daher medizinisch auch nicht so zu
behandeln seien. Forschung ist nicht nur bei neuen, sondern auch an
Medikamenten, deren Wirksamkeit für Erwachsene bereits erwiesen ist -
vor allem hinsichtlich der Dosierung -, notwendig, um sie auch
Kindern zur Verfügung stellen zu können. Die Forschung wird daher in
Kooperation mit der pharmazeutischen Industrie ausgeweitet: 30
pharmazeutische Unternehmen leisten den gleichen Beitrag zur
Anstoßfinanzierung wie das Ministerium. Ab 2018 soll das Netzwerk von
der Pharmaforschung allein getragen werden können.

O.K.ids hat zudem die Aufgabe, sich in ein supranationales,
europäisches Netzwerk einzugliedern. "Die Stärke dieses Netzwerks ist
die Kooperation", erklärte Minister Stöger den Vorteil des
gemeinsamen Forschens. O.K.ids -Geschäftsführerin Univ.-Prof. Dr.
Ruth Ladenstein sagte dazu, dass Kooperation gerade in der
Kindergesundheit unerlässlich sei. Die im Netzwerk geschaffenen
Strukturen für die Arzneimittelprüfung werden die Durchführung von
Studien erleichtern und damit die Zulassung von sicheren
Kinderarzneien fördern. Die Öffentlichkeit wird laufend über
Fortschritte informiert. (Schluss) bj/ps

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