• 17.05.2013, 12:08:09
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Stadt Wien hebt Benutzungspflicht "Radweg Operngasse" auf

Wien (OTS) - Die Benutzungspflicht des Radweges in der Operngasse
zwischen Karlsplatz und Preßgasse im vierten Wiener Gemeindebezirk
ist heute aufgehoben worden. Die Stadt Wien nutzt dafür eine
Möglichkeit der novellierten Straßenverkehrsordnung. Wien ist damit
österreichweit Vorreiterin bei der Umsetzung der neuen Regelung.
Gleichzeitig setzt die Stadt Wien damit eine Empfehlung des Wiener
Kontrollamtes um, die Verkehrssicherheit auf dem vielfrequentierten
Radweg zu verbessern.

"Mit der Aufhebung der Benutzungspflicht erleichtern wir das
Fortkommen auf der Operngasse für RadlerInnnen enorm. Geübte
RadlerInnen können auf die Straße ausweichen, weniger Geübte haben
dann mehr Platz auf dem Radweg", so Vizebürgermeisterin Maria
Vassilakou.

"Wir erwarten uns dadurch eine Entlastung des parallel verlaufenden
Radweges, wo zeitweise ein dichtes Gedränge herrscht. Und vor allem
wollen wir dadurch Konflikte mit den FußgeherInnen vermeiden", so
Leopold Plasch, Bezirksvorsteher von der Wieden.

Die Aufhebung der Benutzungspflicht von einzelnen Radwegen ist seit
einer Novellierung der Straßenverkehrsordnung möglich, die Ende März
2013 gültig wurde. "Das ist besonders bei gemischten Rad- und
Fußwegen sinnvoll", erklärt Wiens Radverkehrs-Beauftragter Martin
Blum, der die Eröffnung vornahm. Schließlich sei das
Geschwindigkeitsgefälle zwischen Rad- und Fußverkehr mit 6:1 recht
hoch. Hingegen betrage das Geschwindigkeitsverhältnis zwischen Auto
und Rad im Stadtverkehr nur etwa 1:2.

"Kinder, Familien oder ungeübtere Radfahrende erhalten durch die
Maßnahme mehr Platz auf einem der meistbefahrenen Radwege Wiens. Das
steigert die Verkehrssicherheit unter den Radlerinnen und Radlern
sowie gegenüber den zu Fuß Gehenden", ist Blum überzeugt.

Das Wiener Kontrollamt hatte im vergangenen Jahr bei einer
Nachprüfung zur Sicherheit der Radverkehrsanlagen Maßnahmen zur
Steigerung der Verkehrssicherheit eingemahnt. Der Zweirichtungsradweg
in Operngasse und Margaretenstraße sei hochfrequent und gehöre zu den
unfallträchtigsten der Stadt. Die Magistratsabteilung 46, zuständig
für Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten kommt
nach Durchführung eines Überprüfungsverfahrens mit der Aufhebung der
Radwegebenutzungspflicht dieser Forderung nach und entlastet die
Situation am Radweg. Geübte und schnelle Radfahrende können auf die
Straße, bzw. die Bus- und Taxispur der Operngasse ausweichen.

"Zudem erhöhen Radfahrende auf der Fahrbahn die Verkehrssicherheit,
da die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmenden steigt und das
Geschwindigkeitsniveau sinkt", argumentiert Blum.

Der Verkehrsmaßnahme vorangegangen waren Verhandlungen mit der
Bezirksvertretung des vierten Bezirks. Zur Umsetzung wurden nun 15
Verkehrszeichen ausgewechselt: Die runden Gebotsschilder für Rad-
bzw. Rad/Fußwege wurden durch die neuen eckigen Hinweistafeln
ersetzt. Zusätzlich wurden vier Verkehrszeichen "ausgenommen
RadfahrerInnen" montiert. Die Gesamtkosten sind mit 6.000 Euro brutto
überschaubar.

Fotos sind unter www.fahrradwien.at/presse abrufbar.

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