• 17.05.2013, 11:12:54
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Teil vier des spektakulären Afrika-Fünfteilers in "Universum"

"Das Kap - Zwischen Tropen und Eismeer" am 21. Mai um 20.15 Uhr in ORF 2

Utl.: "Das Kap - Zwischen Tropen und Eismeer" am 21. Mai um 20.15
Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Der vierte Teil der fünfteiligen "Universum"-Serie
"Afrika - Der ungezähmte Kontinent" führt in eine Region, die von
zwei mächtigen Meeresströmungen bestimmt wird: Im Osten ist es der
Agulhas im Indischen Ozean, der warmes Wasser Richtung Süden bewegt,
im Atlantischen Ozean im Westen der Benguela, der eiskaltes Wasser in
Richtung Äquator befördert. In atemberaubenden Bildern zeigt die
Dokumentation "Das Kap - Zwischen Tropen und Eismeer" am Dienstag,
dem 21. Mai 2013, um 20.15 Uhr in ORF 2 das kontrastreiche Leben im
Einflussbereich dieser zwei gewaltigen Meeresströmungen. Der fünfte
und letzte Teil der fünfteiligen BBC-Serie steht am Dienstag, dem 28.
Mai, um 20.15 Uhr auf dem Programm von ORF 2.

Wo die Kraft der Sonne genügt, um Schildkrötenbabys auszubrüten, wird
das dem Nachwuchs der Pinguinkolonie nicht selten zum Verhängnis. Wo
dichter Urwald gedeiht, müssen Luftakrobaten zur Partnersuche in
baumlose Höhen ausweichen. Wo Steilwände Tausende Meter in den Himmel
ragen, bleibt Regenwolken der Weg ins Landesinnere verwehrt. Das
Leben könnte nicht kontrastreicher sein als an der Südspitze Afrikas.
Frisch geschlüpfte Meeresschildkröten beginnen ihr Leben mit einem
gefährlichen Wettlauf über den Strand. Wenn sie zu Hunderten ihr
warmes Sandnest verlassen, warten schon jede Menge Fressfeinde auf
sie. So schnell sie können, krabbeln sie zum Meer, doch die jungen
Schildkröten sind kaum sieben Zentimeter lang und auf ihrem Weg zum
rettenden Ozean noch leichte Beute für hungrige Vögel und sogar für
Krabben. Den Gewinnern in diesem Rennen winkt nach der harten Prüfung
ein achtzigjähriges Leben im nahrungsreichen Indischen Ozean.

Dieses Meer ist auch die Heimat eines seltsamen Fisches:
Dickkopf-Stachelmakrelen sind etwa so groß wie ein Mensch und
einzelgängerische Jäger. Doch einmal im Jahr versammeln sich Schwärme
von ihnen zu einer Gruppenreise flussaufwärts. Es sind jedoch nicht
Laichgebiete im Süßwasser, die diese Fische ansteuern, und ihr
Unternehmen ist umso rätselhafter, als sich auch das Verhalten der
Fische auf dieser Reise zu verwandeln scheint. Ein wahres
Schmetterlingsparadies ist der bisher weitgehend unerforschte
Regenwald in Mosambik. Er verdankt seine üppige Vegetation den
reichen Niederschlägen, die das warme Wasser des Indischen Ozeans mit
sich bringt. Um ihren luftigen Paarungstanz vollführen zu können,
müssen die großen Falter aber den dichten Wald verlassen und den
baumlosen Gipfel des Monte Mabu anfliegen.

Die 3.000 Meter hohen Gipfel der Drakensberge sind sogar für
Regenwolken eine unüberwindliche Barriere und so bleiben
Niederschläge im Landesinneren Südafrikas eine Seltenheit. Wenige
Regenwolken erzeugen auch die kalten Wasser des Benguelastroms, der
an der Westküste Südafrikas regiert, doch in Namaqualand genügt schon
die Feuchtigkeit aus dem Nebel, um den Küstenstreifen alljährlich in
ein farbenprächtiges Blütenmeer zu verwandeln. Das fischreiche kalte
Wasser aus der Antarktis, das die Südspitze Afrikas erreicht, bringt
nicht nur reichlich Nahrung für die größte Haipopulation der Erde und
riesige Meeresbewohner wie den Brydewal, es hat auch den
Brillenpinguinen neue Brutgebiete am Kap der Guten Hoffnung
erschlossen. Unter der afrikanischen Sonne haben sie allerdings mit
ganz anderen Problemen zu kämpfen als ihre Verwandten im ewigen Eis
der Antarktis.

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