- 17.05.2013, 10:11:49
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Neue Studie zum Strom- und Gasverbrauch der ÖsterreicherInnen zeigt konkrete Einsparungsbereiche auf
Energiesparen im Haushalt hat enormes Potenzial
Utl.: Energiesparen im Haushalt hat enormes Potenzial =
Wien (OTS) - "Das aktuelle Strom- und Gastagebuch der
ÖsterreicherInnen zeigt, dass die Energiesparmaßnahmen in unseren
Haushalten Erfolg haben. Der Gesamtstromverbrauch ist leicht
gesunken. Für die aktiven Haushalte bleibt damit bares Geld im
Geldbörsel. Das ergab eine Studie im Auftrag des Lebensministeriums
und E-Control von der Statistik Austria. Die Studienergebnisse helfen
dabei, an den richtigen Stellen hohe Strom- und Gaspreise einzusparen
und mehr Le-bensqualität und Klimaschutz zu erreichen", betont
Umweltminister Niki Berlakovich.
Bereits zum zweiten Mal seit 2008 zeigen die Ergebnisse
detailliert den anteiligen Strom- und Gasverbrauch bei Heizung,
Warmwasserbereitung, Beleuchtung, Haushaltsgroßgeräten und
Unterhal-tungselektronik. Bei den verwendeten Haushaltsgeräten weist
sie eine dynamische Entwicklung hin zu steigender Energieeffizienz
auf. Der Gesamtstromverbrauch in einem durchschnittlichen Haushalt
hat sich von 2008 auf 2012 um 230 kWh verringert und beträgt aktuell
4.187 kWh.
"Das Strom- und Gastagebuch von Statistik Austria liefert ein
umfassendes Bild über den Strom- und Gaseinsatz österreichischer
Haushalte", so Generaldirektor Konrad Pesendorfer. "Dabei wurde
erho-ben, dass der Anteil der privaten Haushalte am gesamten
Stromverbrauch 2011 27,7% betrug. Bei Naturgas lag der Anteil am
Energetischen Endverbrauch für 2011 bei 27,1%", so Pesendorfer
weiter.
Offensive Unterstützung
Um den Weg zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz fortzusetzen,
bietet die Klimaschutzinitiative klima:aktiv des Lebensministeriums
punktgenaue Förderungen und Beratungen durch FachexpertInnen an.
Darüber hinaus läuft derzeit für Haushalte in Wien, Niederösterreich
und Kärnten die "Aktion Heizungs-Check", mit dem die Heizsysteme
unter die Lupe genommen und Maßnahmen empfohlen werden, um Energie
und Kosten zu senken. Für Sanierungswillige in allen Bundesländern
gibt es vom Bund Förderungen für den Umstieg auf umweltfreundliche
Heizsysteme, Wärmedämmung, Fenster-tausch und vieles mehr. 2013
stehen 123 Millionen Euro für die thermische Sanierung bereit. Über
den Klima- und Energiefonds stehen 7 Millionen Euro für
Holzheizungen, 5 Millionen Euro für große Solarthermie und 36
Millionen Euro für Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung.
Die Details zur Förderoffensive gibt es unter
www.sanierung2013.at. Im Gerätebereich betreibt das Lebensministerium
die unabhängige Website www.topprodukte.at, auf der Infor-mationen
über energie-effiziente Geräte eingeholt und Vergleiche angestellt
werden können.
Energiefresser reduzieren
Die größten Einsparungspotenziale gibt es nach wie vor bei den
größten Energieverbrauchern im Haushalt: Heizung (14 % Verbrauch),
Warmwasserbereitung (13,8 %), Haushaltsgroßgeräte (22,4 %) und
Kühl-/Gefriergeräte (11,5 %). Bei der Beleuchtung können Österreichs
Haushalte ebenfalls noch viel Energie reduzieren, denn Glühlampen
kommen immer noch mit einem 43 %-Anteil zum Einsatz (2008: 51 %). Der
Anteil der Energiesparlampen (aktuell 16 %) hat sich jedoch von 2008
auf 2012 mehr als verdoppelt, LEDs werden zu 10 % eingesetzt.
Speziell bei LEDs zeigt sich eine vielver-sprechende Entwicklung zu
mehr Effizienz bei der Beleuchtung. Auch beim Stand-by-Verbrauch von
Bürogeräten, Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten gibt es
Fortschritte. Er konnte gegenüber 2008 um ein Prozent auf 3,2 %
leicht gesenkt werden.
Die Studie zeigt, dass die Haushalte auf moderne Geräte umstellen.
Im Vergleich zu 2008 zeigen die aktuellen Zahlen z. B. eine
eindeutige Bewusstseinssteigerung bei der Energieeffizienz der
Kühl-schränke, jedoch gibt es auch weiterhin großes
Verbesserungspotenzial. Das Gleiche gilt für Wasch-maschinen. Hier
können KonsumentInnen speziell bei der Auswahl der Dimension
sparsamer werden. Denn bereits 46 % der jüngeren Geräte haben ein
Fassungsvermögen von 6 kg und mehr, während nur 15 % der Geräte der
mittleren bzw. ältesten Altersklasse in diese Größenklasse fallen.
Dafür nahm der Anteil an Waschmaschinen mit Energieeffizienzklasse A
von 2008 auf 2012 um 10 % zu.
Warmwasserbereitung zunehmend solar
Auch im Bereich der teilsolaren Warmwasserbereitung in den
Haushalten weist die Studie mit einer Nutzung von bereits 13 %
Erfolge aus. Darüber hinaus erhitzen 2 % das Wasser teilsolar, aber
bei Bedarf elektrisch und ebenfalls 2 % der Haushalte zu 100 %
solarthermisch. 4 % nutzen Wärmepumpen. Das ist ein leichter Anstieg
im Vergleich zu 2008, während sich gleichzeitig der Anteil der
Elektroboiler mit aktuell 19 % stark reduziert hat. 36 % der
Haushalte gaben an, einen Gasanschluss zu nutzen, wobei der
Gasverbrauch zwischen 2008 und 2012 relativ konstant geblieben ist.
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