- 17.05.2013, 10:03:36
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Lunacek: "Diskriminierung von Lesben und Schwulen ist in der EU nach wie vor allgegenwärtig"
Grüne: IDAHO-Konferenz in Den Haag fordert von Kommission Aktionsprogramm gegen Angst und Gewalt
Utl.: Grüne: IDAHO-Konferenz in Den Haag fordert von Kommission
Aktionsprogramm gegen Angst und Gewalt =
Den Haag (OTS) - "Trotz EU-Gesetzen zum Schutz vor Diskriminierung
aufgrund sexueller Orientierung sind Lesben, Schwulen, Bisexuelle und
Transgender Personen in Europa nach wie vor massiver Benachteiligung,
Mobbing und Gewalt ausgesetzt - in Schulen, am Arbeitsplatz und in
ihrem alltäglichen Lebensumfeld, wo immer wieder Angst vorherrscht.
Das zeigt eine Studie der EU-Grundrechteagentur, die heute in Den
Haag bei der ersten europäischen Konferenz für die Rechte und die
gesellschaftliche Akzeptanz von Lesben und Schwulen präsentiert wird.
Die EU gründet auf Werten der Gleichheit und des Respekts. Ich
fordere deswegen systematische Initiativen zum Kampf gegen
Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und
Geschlechtsidentität. Dass EU-Justizkommissarin Reding trotz
11-maliger Aufforderung in den vergangenen zwei Jahren aus dem
Europaparlament keine Roadmap gegen Homophobie vorlegt, ist aufgrund
dieser Datenlage absolut inakzeptabel. Aber auch die
EU-Mitgliedstaaten, Österreich eingeschlossen, sind gefordert und
müssen auf Grundlage dieser erschreckenden Umfrageergebnisse
entsprechende Anti-Diskriminierungsgesetze über das Arbeitsrecht
hinaus erlassen, umsetzen und überwachen", erklärt Ulrike Lunacek,
Vizepräsidentin der Grünen im Europaparlament und Vorsitzende der
LGBT-Intergroup im Europaparlament anlässlich des heutigen
IDAHO-Tags. Lunacek ist bei der zweitägigen IDAHO-Konferenz in Den
Haag mit dabei. Es ist das erste europäische Treffen zum
internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai, organisiert von
einer Regierung, in diesem Fall der niederländischen, mit
Unterstützung des Königshauses in Person der neuen Königin Maxima.
Lunacek: "Etwa die Hälfte aller TeilnehmerInnen der Befragung gab an,
innerhalb eines Jahres vor der Umfrage persönliche Diskriminierung
oder Belästigung in Bezug auf ihre sexuelle Orientierung erfahren zu
haben. 2/3 der Befragten gaben an, auf der Straße Angst davor zu
haben, mit ihrem/ihrer Liebsten Hand in Hand zu gehen. Mindestens 60
Prozent erfuhren persönlich negative Kommentare oder Behandlung in
der Schule aufgrund ihres Lesbisch- oder Schwulseins. In den
vergangenen fünf Jahren wurden 26 Prozent aller
UmfrageteilnehmerInnen entweder angegriffen oder mit Gewalt bedroht.
Unter den befragten Transgender-Personen liegt der Anteil bei 35
Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass wir nach dem heutigen IDAHO-Tag
nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehen können. Jetzt sind
Taten gefragt. Es muss unser Ziel sein, dass Lesben, Schwule,
Bisexuelle und Transgender in Freiheit und ohne Angst leben können.
Unter der Europaflagge müssen alle LGBT-Menschen geschützt sein.
Menschenrechte müssen für alle gleich und überall gelten!"
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