- 16.05.2013, 14:34:12
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"profil": Lehrer-Gewerkschafter Kimberger: "Viele Kollegen engagieren sich zu wenig im Unterricht"
Jeder vierte Schüler braucht Nachhilfe. Daraus schlagen Nachhilfeinstitute und Lehrer einen Profit von weit über 100 Millionen Euro jährlich
Utl.: Jeder vierte Schüler braucht Nachhilfe. Daraus schlagen
Nachhilfeinstitute und Lehrer einen Profit von weit über 100
Millionen Euro jährlich =
Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner
Freitag erscheinenden Titelgeschichte "Nachhilfe-Industrie" über den
Leistungsdruck, der aufgrund eines überholten Schulsystems immer
größer wird - und wie Lern-Institute und vor allem Lehrer, oft
steuerfrei, durch Nachhilfe verdienen.
Unterrichtsministerin Claudia Schmied sieht sich nicht dafür
zuständig, dieser ausufernden Schwarzarbeit von Lehrern entgegen zu
wirken, schließlich sei sie "weder für Schwarzarbeit zuständig", noch
denke sie daran, die "Aktivitäten von Lehrern in ihrer Privatsphäre
zu kontrollieren."
Sogar Lehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger beklagt "profil"
gegenüber die schwarzen Schafe unter den Kollegen: "Ich lege die Hand
nicht für alle Kollegen ins Feuer. Es gibt bestimmt viele, die sich
zu wenig im Unterricht engagieren, dafür aber umso mehr in ihrer
Freizeit. Aber genauso existieren auch jede Menge Vorzeige-Lehrer."
Kimberger wünscht sich Aufnahmeselektionen in der neuen
Lehrerausbildung, damit nur "geeignete Personen" diesen Beruf
ergreifen können. Außerdem wünscht er sich für Lehrer eine
zusätzliche Verstärkung, etwa durch Psychologen und Sozialarbeiter.
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