• 16.05.2013, 12:51:51
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aktion leben: Klonen muss klar verboten werden

Wien (OTS) - Anlässlich des aktuellen Klonvorstoßes in den USA
fordert aktion leben österreich die österreichische Regierung
wiederholt auf, jede Form des Klonens ausdrücklich zu verbieten.

"Für das Klonen von Menschen bestehen in Österreich derzeit keine
eindeutigen Regelungen", erläutert Mag. Martina Kronthaler,
Generalsekretärin der aktion leben österreich. Das
Fortpflanzungsmedizingesetz erfasse nur Embryonen, die durch
Befruchtung einer Eizelle erzeugt werden. Klone, die durch
Kerntransfer geschaffen werden - wie z. B. beim Schaf Dolly - seien
vom Klonverbot ausgeschlossen. Eben so wenig sei Klonen durch Teilung
von Embryonen erfasst.

"Wir fordern die Regierung deshalb erneut auf, ein eindeutiges
Verbot jeder Form des Klonens embryonaler Menschen zu beschließen",
sagt Kronthaler. aktion leben österreich verweist in diesem
Zusammenhang auch auf die 2005 verabschiedete Resolution der
UN-Generalversammlung, bei der mehrheitlich für eine weltweite
Ächtung des Klonens gestimmt wurde. Österreich habe sich diesem Votum
angeschlossen.

Klonen medizinisch und ethisch abzulehnen

Klonen sei niemals therapeutisch, betont Kronthaler zudem.
"Entweder soll ein Kind durch das Klonen geboren werden, oder der so
gezeugte Embryo wird danach für medizinische Forschungszwecke
zerstört", erörtert Kronthaler. In jedem Fall sei Klonen aber
abzulehnen, da es sowohl medizinisch als auch ethisch eine
hochproblematische Technik sei. "Der embryonale Mensch wird zum
Rohstoff für Forschung und Medizin. Dies widerspricht klar der
Menschenwürde, nach der ein Mensch niemals Mittel für einen Zweck
sein darf."

Gesundheitliche Risiken und hohe Kosten

Voraussetzung für das Erzeugen klonierter Embryonen sind unter
anderem gespendete Eizellen, in die ein Zellkern eingesetzt werden
könne. Dies wiederum würde Frauen unnötig belasten und sie starken
gesundheitlichen Risiken aussetzen durch die Hormonstimulation.
"Durch die Klontechnik werden Frauen ausgebeutet", so Kronthaler.

Die Technik des Zellkerntransfers und der Kultivierung der
Embryonen sei aufwendig und teuer. Vor allem sei das Klonen
mittlerweile überflüssig geworden, da man zur Gewinnung von
Stammzellen mittlerweile die ethisch unbedenklichen induzierten
pluripotenten Stammzellen (iPS) zur Verfügung habe.

Zum Hintergrund

Gerade wurde öffentlich bekannt, dass Forscher aus den USA
erstmals menschliche Embryonen mit dem Dolly-Verfahren
(Zellkern-Transfer) geklont haben. Anschließend wurden die Embryonen
verwertet und aus ihnen Stammzellen gewonnen.

aktion leben österreich ist ein überkonfessioneller,
überparteilicher karitativer Verein, der sich vorwiegend aus privaten
Spenden finanziert. Neben der Beratung und Unterstützung von
schwangeren Frauen engagiert sich aktion leben auch in der
Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche sowie in der aktiven
Öffentlichkeitsarbeit zu bioethischen Fragen. Darüber hinaus setzt
sich aktion leben für eine kinder- und elternfreundliche Gesellschaft
ein.

In den Bundesländern gibt es selbstständige aktion leben-Vereine,
die mit aktion leben österreich inhaltlich und organisatorisch eng
zusammenarbeiten.
Spendenkonto - BLZ: 60.000, Kontonummer: 7.331.600

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