- 16.05.2013, 11:09:06
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"Pompeji - Das Rätsel der Steinmumien" in "Universum History"
Am 17. Mai um 22.40 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 17. Mai um 22.40 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Es war eine der größten Naturkatastrophen der
Menschheitsgeschichte - der Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach
Christus. Ganz Pompeji, eine Stadt mit rund 20.000 Bewohner/innen,
wurde innerhalb weniger Stunden unter einer fünf Meter dicken
Ascheschicht begraben. Einzigartig ist vor allem die Tatsache, dass
der Vulkanausbruch vor 2.000 Jahren die Zeit zum Stillstand brachte.
Mit Chris Holts Dokumentation "Pompeji - Das Rätsel der Steinmumien"
(deutsche Bearbeitung: Stefanie Simpkins) beleuchtet "Universum
History" am Freitag, dem 17. Mai 2013, um 22.40 Uhr in ORF 2, was
damals wirklich passiert ist - und wie es dazu kam, dass
Forscher/innen nicht Skelette und Knochen der ehemaligen
Bewohner/innen fanden, sondern steinerne Mumien.
Die gesamte Stadt Pompeji war 79 nach Christus durch Vulkanasche
versiegelt worden. Als die Archäologen im 17. Jahrhundert mit den
Ausgrabungen begannen, entdeckten sie eine perfekte Abbildung des
Lebens in der römischen Antike wie auf einem Schnappschuss
festgehalten. Immer noch intakt waren Tempel und Badehäuser mit
imposanten Wandgemälden; selbst das älteste Stein-Amphitheater der
Welt war fast unzerstört. Aufsehenerregend waren aber vor allem die
Leichen, die man überall in der Stadt fand: In Asche eingekapselt
waren die Körper zwar längst zu Skeletten verfallen, aber ihre Formen
erhalten geblieben. Es wirkte als wären die Menschen im letzten
Moment ihres Lebens erstarrt.
Jahrelang hatte man angenommen, dass die Menschen von der
herabfallenden Asche einfach erstickt worden wären. Allerdings zeigt
ein Vergleich mit heutigen Erstickungsopfern, dass diese im Moment
des Todes zusammenbrechen und in irgendeiner Art und Weise am Boden
liegen bleiben. Die Menschen im Pompeji wurden aber zum Teil sitzend
oder wie in einer Bewegung innehaltend gefunden - was die Theorie vom
Tod durch Ersticken widerlegt.
Erst als 1980 im Bundessstaat Washington der Mount St. Helens
ausbrach und es Wissenschafter/innen gelang, die gesamte Eruption zu
filmen, verfestigte sich eine andere Theorie: Sowohl der Mount St.
Helens als auch der Vesuv sind sogenannte Schichtvulkane. Sie
unterscheiden sich von anderen Vulkanen dadurch, dass sich Gas im
Magma befindet. Und dieses führt zu explosionsartigen Ausbrüchen: Der
Berg wird gesprengt und setzt eine brennend heiße Lawine aus Gas und
Schutt frei, die alles zerstört, was sich ihr in den Weg stellt.
Dieses Phänomen nennt man einen pyroklastischen Strom. Durch ihn sind
die Menschen in Pompeji ums Leben gekommen.
Warum ist aber selbst die Kleidung der Menschen in der Aschehülle
noch erkennbar? Und warum sind in Herculaneum, einem Ort, der noch
näher am Krater des Vesuvs liegt, nur Skelette und verbrannte Knochen
gefunden worden - statt der Formen in Pompeji? Antworten auf diese
Fragen liefert "Universum History". Mit hochwertigen Reenactments
wird ein lebendiger Eindruck der damaligen Zeit - der Menschen und
ihrer Lebensbedingungen - vermittelt. Mit Hilfe führender
Historiker/innen, Forensiker/innen, Vulkanologen und modernster
Technik wird das Geheimnis um die letzten Stunden Pompeijs gelüftet -
und es werden zwei ehemalige Bewohner Pompeijs zum Leben erweckt.
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