• 16.05.2013, 10:42:13
  • /
  • OTS0097 OTW0097

ÖAMTC: Jeder vierte Verkehrstote zu Pfingsten ist ein Motorradfahrer

Fahrtechnik-Profi gibt Tipps für Biker und fordert öffentliche Förderung für Trainings

Utl.: Fahrtechnik-Profi gibt Tipps für Biker und fordert öffentliche
Förderung für Trainings =

Wien (OTS) - Mit Pfingsten und Fronleichnam stehen zwei lange
Wochenenden vor der Tür, die viele Motorradfahrer für Touren nutzen.
Doch gerade zu Saisonbeginn passieren oft Unfälle. Laut Daten der
ÖAMTC-Unfallforschung ist jeder vierte Verkehrstote zu Pfingsten ein
Motorradfahrer. Von 2007 bis 2011 ereigneten sich an den
Pfingstwochenenden (Freitag bis Montag) insgesamt 373
Motorradunfälle. Dabei wurden 410 Personen verletzt, 13 getötet. Mehr
Motorradunfälle, aber weniger Getötete gab es in den letzten fünf
Jahren am Fronleichnam-Wochenende (Donnerstag bis Sonntag): 511
Unfällen, 502 Verletzte, 9 Getötete von 2007 bis 2011.

Georg Scheiblauer, Motorrad-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik,
gibt Tipps, damit Biker die kommenden Motorradausfahrten sturzfrei
und unverletzt genießen können. Gleichzeitig fordert der
Zweirad-Profi mehr öffentliche Unterstützung für Motorradtrainings.
Denn durch mehr Übung könnten viele Unfälle verhindert werden.

Fünf Fahrtechnik-Tipps für Motorradfahrer

- Vorrausschauend fahren. "Wer vorausschauend fährt, wird von
Gefahren nicht überrascht und hat ausreichend Zeit zu reagieren",
erklärt der Motorrad-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik.

- Fahrstreifenmittig fahren. "Man sollte immer in der Mitte des
Fahrstreifens fahren, also auch keine Kurven schneiden. Gegenverkehr
und Bankett sind gefährlich", so Scheiblauer.

- Kopf in die Kurve drehen. "Man fährt dorthin, wohin man schaut, die
Blickrichtung gibt die Kurvenlinie vor", so der Motorrad-Experte der
ÖAMTC Fahrtechnik.

- Damit rechnen, von anderen übersehen zu werden. "Als Motorradfahrer
sollte man immer für andere 'mitdenken' und sich Reserven halten,
damit man auch Fehler anderer ausgleichen kann", empfiehlt
Scheiblauer.

- Achtung bei entgegenkommenden Linksabbiegern. "Autofahrer nehmen
die schmale Silhouette des Zweirads oft nicht wahr oder schätzen die
Annäherungsgeschwindigkeit falsch ein. Daher sollte man Augenkontakt
suchen, bremsbereit fahren und berechenbar bleiben", rät der
Zweirad-Profi der Fahrtechnik.

Training hilft - positive Unfallbilanz durch öffentliche
Förderung

Zwei Drittel der Zweirad-Unfälle sind Kollisionen mit anderen
Fahrzeugen, circa ein Drittel sind Alleinunfälle, speziell beim
Kurvenfahren und Bremsen. "Genau das wird bei einem Motorrad
Fahrtechniktraining gezielt geübt. Kurvenfahren, Bremsen und
Blicktechnik werden genauso trainiert wie verschiedene Notmanöver.
Typische Kollisionsunfälle mit anderen Fahrzeugen werden analysiert",
erklärt der Zweirad-Profi der ÖAMTC Fahrtechnik. Mit einer
verbesserten Fahrtechnik könnten einige Unfälle verhindert werden.

"Geübte Motorradfahrer sind deutlich sicherer unterwegs als
Untrainierte. Öffentliche Förderungen können helfen, die Unfallzahlen
zu verringern" erklärt Scheiblauer. Der Zweirad-Profi verweist damit
auf Erfahrungen aus Oberösterreich: Dort ging die Anzahl der
getöteten Motorradfahrer signifikant zurück, nachdem das Land
Oberösterreich einige Jahre lang Motorradtrainings gefördert hatte.

Nähere Informationen findet man unter www.oeamtc.at/fahrtechnik .

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel