- 16.05.2013, 10:36:45
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Kapellari: Europa braucht "Lebensmittel Hoffnung"
Grazer Bischof Kapellari eröffnet fünften Pfingst-Dialog "Geist & Gegenwart" auf Schloss Seggau über "Vereinigte Staaten von Europa" - Redner Hahn und Menasse bewerten Projekt der europäischen Integration unterschiedlich
Utl.: Grazer Bischof Kapellari eröffnet fünften Pfingst-Dialog
"Geist & Gegenwart" auf Schloss Seggau über "Vereinigte
Staaten von Europa" -
Redner Hahn und Menasse bewerten Projekt der europäischen
Integration unterschiedlich =
Graz, 16.05.13 (KAP) Hoffnung ist ein "Lebensmittel", das der
Einzelne und die Gesellschaft in Europa bräuchten, um vital zu
bleiben und Krisen zu bestehen. Das unterstrich der Grazer Bischof
Egon Kapellari am Mittwochabend im Blick auf die Leitfrage des
diesjährigen Pfingstdialogs "Geist & Gegenwart" im kirchlichen
Bildungszentrum Schloss Seggau: "Wollen und sollen wir in Zukunft in
den Vereinigten Staaten von Europa leben?"
Zur Eröffnung der hochkarätig besetzten Tagung wies Kapellari auf
das Spannungsfeld zwischen Autonomien und Gemeinschaft im "Projekt
Europa" hin, das aktuell von Wirtschaftskrisen und wachsender
EU-Skepsis begleitet werde. Vor diesem Hintergrund sei eine Hoffnung
vonnöten, die aus humanistischen und "unaufgebbar" auch von
christlichen Werten lebt, die zum Fundament der Einigung Europas
gehören, so der Bischof.
Einführende Worte in das bis Freitag ausgeleuchtete Tagungsthema
sprachen der österreichische EU-Kommissar für Regionalpolitik,
Johannes Hahn, und der Schriftsteller und Essayist Robert Menasse
(anstelle des erkrankten ehemaligen EU-Landwirtschaftskommissars
Franz Fischler). Hahn plädierte ungeachtet des zuletzt oft
notwendigen Einsatzes einer Krisen-"Feuerwehr" für ein
selbstbewusstes Auftreten Europas in der Weltgemeinschaft.
Robert Menasse, Autor des zuletzt vielgelesenen Buches "Der
europäische Landbote" über die Krise Europas, kritisierte eine
Vergesslichkeit der heutigen Politikergeneration in Bezug auf die
Gründungsidee der EU.
Auf der Referentenliste des Pfingst-Dialogs findet sich auch der
Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch, der am Freitag über die
geistigen Grundlagen Europas spricht. Weitere Impulsgeber sind u.a.
Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und Caritas-Präsident
Franz Küberl.
(Informationen: www.geistundgegenwart.at)
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