- 15.05.2013, 17:49:04
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Neues Volksblatt: "Wettstreit" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 16. Mai 2013
Utl.: Ausgabe vom 16. Mai 2013 =
Linz (OTS) - So ändern sich die Zeiten. "Ich glaube, mit mir will
derzeit niemand tauschen", meinte ÖVP-Chef Michael Spindelegger bei
seiner ersten "Österreich-Rede" vor einem Jahr.
Korruptionsgeschichten beutelten auch seine Partei, die Umfragewerte
waren im Keller und die Erfolgsaussichten alles andere als rosig.
Gestern stellte sich ein selbstbewusster Vizekanzler hin und sagte
mit völliger Selbstverständlichkeit, im September werde die ÖVP
wieder die Nummer 1 sein und er als Bundeskanzler werde "jeden Tag
dafür hart arbeiten, dass die Wirtschaft entfesselt wird und der
Wohlstand bei den Menschen ankommt". Ohne lange Umschweife hat
Spindelegger das Kanzler-Duell nun eröffnet, und er hat den
Gerechtigkeits-Fehdehandschuh, den die SPÖ und die mit ihr
assoziierten Institutionen wie AK oder ÖGB schon lange in den Ring
geworfen haben, aufgenommen. Tatsächlich haben auch die
Leistungsbereiten Anspruch auf gerechte Behandlung durch den Staat.
"Kein Schwacher wird stärker, wenn wir die Starken schwächen",
konstatierte er.
Erste Reaktionen insbesondere der SPÖ lassen erwarten, dass der von
Spindelegger angepeilte Wahlkampf der Ideen und Konzepte eine
einseitige Willenserklärung bleiben könnte - kam doch flugs die
Warnung vor dem Ausverkauf des Wassers aus der Schublade. Angstmacher
kontra Mutmacher: In diesem Wettstreit sollten am Ende die Optimisten
belohnt werden.
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