- 15.05.2013, 13:37:54
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Serbien: Vizepremier Ljajic dankt Österreich für Unterstützung auf dem Weg in die EU
Leitl: serbische Wirtschaft ist schon "Mitglied in Europa", jetzt soll auch noch die politische Mitgliedschaft folgen
Utl.: Leitl: serbische Wirtschaft ist schon "Mitglied in Europa",
jetzt soll auch noch die politische Mitgliedschaft folgen =
Wien (OTS/PWK317) - Im Rahmen eines "Wirtschaftsforums Serbien"
der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA traf heute (Mittwoch) ein große
serbische Wirtschaftsdelegation unter der Leitung des serbischen
Vizepremiers und Handelsministers, Rasim Ljajic, in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit österreichischen
Unternehmensvertretern zusammen. Neben dem Vizepremier gehörten auch
der Petar Stanojevic, stv. Energie- und Umweltminister, sowie Zeljko
Sertic, Präsident der Wirtschaftskammer Serbien, der offiziellen
Delegation an.
WKÖ-Präsident Christoph Leitl wies in seiner Eröffnungsrede,
bezugnehmend auf den von der Europäischen Union an Serbien
verliehenen EU-Kandidatenstatus, darauf hin, dass die europäische
Wirtschafts- und Handelskammer bereits unter seiner Präsidentschaft
und auf Initiative von Österreich, die Aufnahme der Serbischen
Handelskammer in 'eurochambres' veranlasst hatte. Leitl: "Die
serbische Wirtschaft ist somit schon Mitglied in Europa, jetzt wird
auch noch die politische Mitgliedschaft folgen. Das gute 'Standing'
Österreichs in Serbien führte übrigens dazu, dass Österreich mit
einem Investitionsvolumen von rund drei Milliarden Euro der größte
Auslandsinvestor in Serbien ist." Im Rahmen des Wirtschaftsforums
unterzeichneten Leitl und der serbische Kammerpräsident Sertic ein
Abkommen zur Intensivierung der Zusammenarbeit im Bildungsbereich.
Das WIFI-Österreich werde dafür sein (Weiter)Bildungs-Know-how den
serbischen Partnern zur Verfügung stellen.
Vizepremier Ljajic dankte Österreich für alle bisherigen
Initiativen, um Serbien den Weg nach Europa zu ebnen und insbesonders
für das heute abgeschlossene Abkommen im Bildungsbereich. "Wir
arbeiten ganz intensiv an der Umsetzung aller Kriterien, die für
unseren Beitritt in die Europäische Union nötig sein werden. Unsere
Wirtschaft ist schon jetzt tief in der europäischen Wirtschaft
integriert", so Ljajic. 90% der Auslandsinvestitionen in Serbien
kommen aus der EU und knapp 60% des serbischen Außenhandels werde mit
der EU abgewickelt.
Die österreichischen Exporteure nach Serbien bewegten sich 2012 de
facto auf dem Niveau des Vorjahres: Mit 544,5 Mio. Euro fielen die
heimischen Ausfuhren nur um 0,42% geringer aus als 2011. Zu den
umsatzstärksten österreichischen Export-Warengruppen zählen Maschinen
und elektrische Anlagen, Kunststoffe, Kraftfahrzeuge, Papier und
Pappe, Pharmazeutische Erzeug-nisse und Düngemittel. Über 440
heimische Unternehmen sind vor Ort vertreten. Ein Schwerpunkt liegt
im Bereich Banken und Versicherungen. Der dritte Mobilfunkbetreiber
Serbiens, Vip Mobile, ist eine Tochter der österreichischen
A1/Telekom und daneben auch der größte greenfield-Investor des
Landes. Die OMV unterhält ein dichtes Tankstellennetz, daneben sind
zahlreiche österreichische Baufirmen vor Ort präsent, die
Großprojekte wie Autobahnen oder bspw. die neue Brücke über den
Save-Fluss in Belgrad mit einem 200 Meter hohen Hauptpylonen
errichten. Das medial am meisten beachtete österreichische Projekt
war im März 2012 die Unterzeichnung eines Vertrages von Swarovski
über die Errichtung einer Produktionsstätte im nordserbischen
Subotica. Im Bereich Bildungsexport unterzeichnete Mitte März 2012
die FH Krems eine Zusammenarbeit mit der privaten
Singidunum-Universität in Belgrad.
Aufgrund des enormen Nachholbedarfes bestehen Chancen vor allem im
Bereich Industriemodernisierung und Infrastruktur, hier vor allem im
Energiesektor, wo seit 2009 Einspeisetarife für Strom aus
erneuerbaren Energiequellen bestehen und im Februar 2013 neue Tarife
verabschiedet wurden", berichtete Andreas Haidenthaler,
österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Belgrad. Ebenfalls
interessant sind alle Bereiche der Umwelttechnik
(Wasser/Abwasser/Müll), wo Ende 2011 das neue PPP- bzw.
Konzessionsgesetz in Kraft trat. Darüber hinaus sind
Beratungsdienstleistungen nach europäischen Standards
vielversprechend für österreichische Unternehmen. Im
Produktionssektor liegen die Chancen in den Bereichen
Metallverarbeitung, Software und Lohnfertigung. (BS)
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