- 15.05.2013, 13:33:21
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Gesundheitsbarometer: Sorge um Medikamentenfälschungen groß
Sichere Arzneimittel nur aus der öffentlichen Apotheke
Utl.: Sichere Arzneimittel nur aus der öffentlichen Apotheke =
Wien (OTS) - Gefälschte Arzneimittel aus dem Internet sind ein Risiko
für die Gesundheit. Dass die Österreicherinnen und Österreicher diese
Bedrohung ernst nehmen und gezielt Maßnahmen wünschen, um den
Arzneimittelfälschungen weiter den Kampf anzusagen, zeigte das heute
präsentierte Gesundheitsbarometer eindrücklich auf. Die
Apothekerkammer engagiert sich seit Jahren für mehr Information und
Aufklärung zu den Risiken von Medikamentenfälschungen. "Nur die
öffentlichen Apotheken garantieren die von den Kunden propagierte
Sicherheit und Qualität", so Mag.pharm. Max Wellan, Präsident der
Österreichischen Apothekerkammer. "Arzneimittelfälschungen haben in
unseren Apotheken keine Chance."
100 Millionen gefälschte Güter wurden vom Zoll im Jahr 2011 an den
EU-Außengrenzen beschlagnahmt - darunter vor allem potenziell
gefährliche Arzneimittel. Fast ein Viertel der von den europäischen
Fahndern sichergestellten Waren sind gefälschte Medikamente. Und auch
hierzulande werden Tag für Tag Medikamentenfälschungen von
Zollbeamten aus dem Verkehr gezogen. Im Jahr 2012 wurden allein
Österreich knapp 32.000 illegal eingeführte Medikamente
beschlagnahmt. Der Großteil diese Präparate wird über den
Online-Versandhandel bestellt und von vielen erschreckenderweise
bedenkenlos eingenommen.
Ab Herbst 2014 wird allerdings auch in Österreich der
Versandhandel von rezeptfreien Medikamenten ermöglicht. Umso
wichtiger ist es, den Arzneimittelfälschern den Kampf anzusagen. Für
den Kunden selbst ist eine Fälschung oft nicht von einem Original zu
unterscheiden. Man wähnt sich auf einer sicheren Apotheken-Website,
nicht wissend, dass sowohl die Website als auch die angebotenen
Medikamente womöglich gefälscht sind.
Sicherheit durch Arzneimittelkontrolle der Apotheken
Das österreichische Apothekensystem zeichnet sich durch eine sehr
strenge und effiziente Arzneimittelkontrolle aus. Diese bietet den
Patienten/Kunden die allergrößte Sicherheit. Die streng kontrollierte
Abgabe und Beschaffung von Medikamenten durch Apotheken in Österreich
verhindert, dass Fälschungen in den Arzneimittelverkehr gelangen. Da
die Käuferinnen und Käufer von Arzneimitteln über das Internet ihre
Gesundheit meist unwissentlich massiven Gefahren aussetzen, sehen es
die Apothekerinnen und Apotheker als ihre Aufgabe an, die Bevölkerung
aufzuklären und die Kehrseite der online-Pillen sichtbar zu machen.
Denn der verbotene Online-Handel mit Medikamenten steigt auch in
Österreich kontinuierlich an. Die gefälschten Pillen enthalten keine
oder falsche Wirkstoffe und sind sehr oft mit Anstrichfarbe, Staub
und sogar Giften verunreinigt. Dieses Geschäft ist lukrativer als der
Drogenhandel, denn heute ist der Online-Handel mit gefälschten
Medikamenten fest in der Hand der organisierten Kriminalität.
Apotheken auf einen Blick
In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige
Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder
Gemeinde: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf
höchstem Niveau. Das bestehende Apothekensystem garantiert eine
flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln und stellt die
Versorgung der Patienten in den Mittelpunkt. Insgesamt beraten 5.800
akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.330
Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die
Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker.
Unter dem Motto "auf der sicheren Seite"
(www.auf-der-sicheren-Seite.at) werden die gesundheitlichen Gefahren
von gefälschten Medikamenten thematisiert
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