- 15.05.2013, 13:20:30
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Diskussion der Zukunftsakademie: BZÖ-Bucher: Jugend ist das Zukunftsthema Nummer 1!
Wien (OTS) - Zu einer hochkarätigen Diskussionsrunde anlässlich des
internationalen Familientages lud die Zukunftsakademie Österreich
unter dem Titel "ÜBER:MORGEN - MITEINANDER REDEN" in die Wolke 21 im
Saturn Tower. Unter der bewährten Moderation des renommierten
Ökonomen und Journalisten Ronald Barazon diskutierten BZÖ-Bündnis-
und Klubobmann Josef Bucher, die Meinungsforscherin MMag. Dr. Sophie
Karmasin, der deutsche Ökonom Prof. Dr. Bernd-Thomas Ramb und MMAg.
Manfred Zentner, ein renommierter Jugendforscher. Der Direktor der
Zukunftsakademie Markus Fauland begrüßte die zahlreichen Gäste und
lenkte die Diskussion schon zu Beginn auf das Thema Jugend. Diese
werde von den Parteien nur in Wahlkämpfen auf einmal entdeckt; In der
Realität erhalte ein Pensionist in Österreich die zweieinhalbfachen
Zuwendungen eines Jugendlichen. In Wahrheit habe die Jugend keine
Lobby und stehe vor einer ungewissen Zukunft.
Jugendforscher Zentner zeigte in seiner Anfangspräsentation, dass das
Heute ein Produkt der Älteren nicht der Jungen ist. Jugend sei eine
politische Querschnittsmaterie was darin münde, dass Jugend politisch
zur Nichtmaterie werde. Dem gängigen Satz, dass Jugend
politikverdrossen sei, stelle Zentner die These gegenüber, dass die
Politik jugendverdrossen ist.
Sophie Karmasin sah in der Gesellschaft den Wunsch nach genereller
Jugendlichkeit - es gehe um eine Synthese aus jung und erwachsen.
Dies sei auch ein großer Wirtschaftszweig. Nur mehr rund ein Drittel
aller Jungen bis 24 Jahren sei an Politik sehr oder etwas
interessiert, ein Wert der speziell bei jungen Frauen noch niedriger
liege. Hier seien Sager, Outfit und Aussehen oft wichtiger als
Inhalte. Dazu trage auch der sinkende Zeitungskonsum bei.
Beschäftigung sei in Kombination mit einer funktionierenden
Work-Life-Balance sehr wichtig. Die Jugend glaube auch großteils
nicht mehr daran, eine Pension zu erhalten, blicke aber dennoch zu 80
Prozent positiv in die nächste Zukunft.
Professor Ramb sprach von "Jugend ohne Lobby", die vom Staat
zunehmend versklavt werde. Er warnte vor Bildungsnormierungen und
Verschuldung.
"Die Jugend ist das Zukunftsthema Nummer 1", begann BZÖ-Klubobmann
Josef Bucher sein Eingangsstatement. Die Jugend interessiere sich
nicht für Politik, weil sich auch die Politik nicht für die Jugend
interessiere. In den letzten Jahren habe sich die Jugendpolitik nicht
bewegt und stehe noch heute gedanklich in den 8oer Jahren des vorigen
Jahrtausends. 40 Prozent des österreichischen Budgets werde für
Pensionen und Zinsen für die Vergangenheit aufgewendet - Die Jugend
nur vor Wahlen als Stimmvieh entdeckt. Bucher warnte vor der Gefahr
sozialer und ökonomischer Armut der Jungen. Lösungen für neue
Gesellschaftsmodelle müssten gefunden werden und den Jungen seitens
des Staates die Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Leben
geschaffen werden. Das sei die größte Aufgabe für die nächsten
Jahrzehnte.
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