• 15.05.2013, 12:34:45
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Gesundheitsbarometer - Stöger: Österreicherinnen und Österreicher sind mit Gesundheitssystem zufrieden

"Gesundheitsbarometer" erhebt Einstellung der Bevölkerung zu Gesundheitssystem und -versorgung erhoben - Mehrheit befürwortet ELGA

Utl.: "Gesundheitsbarometer" erhebt Einstellung der Bevölkerung zu
Gesundheitssystem und -versorgung erhoben - Mehrheit
befürwortet ELGA =

Wien (OTS/SK) - 83 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher
sind mit dem Gesundheitssystem zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt
das "Gesundheitsbarometer", das Gesundheitsminister Alois Stöger und
Peter Filzmaier vom Institut für Strategieanalysen am Mittwoch
präsentierten. Die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem ist mit
Werten zwischen 80 und 90 Prozent konstant hoch; es wird insbesondere
im EU-Vergleich besonders positiv gesehen. "Gesundheit ist für alle
ein sehr wichtiges Thema. Die große Zufriedenheit der Menschen zeigt,
dass sie sich auf unser Gesundheitssystem verlassen", sagte Minister
Stöger. ****

Eine klare Mehrheit der Befragten (57 Prozent) befürwortet die
Elektronische Gesundheitsakte ELGA. Als notwendige bzw. bereits
umgesetzte notwendige Maßnahmen in den vergangenen Jahren erachteten
die Befragten vor allem den Kampf gegen Arzneimittelfälschung (64
Prozent) und das transparente Wartezeitenmanagement (60 Prozent).
Sehr oder eher dringende aktuelle gesundheitspolitische Themen sind
für die Befragten die Einführung eines staatlichen Gütezeichens für
Lebensmittel sowie der Ausbau der Versorgung für psychische
Krankheiten (85 Prozent).

Der Ausbau von Leistungen sei notwendig, denn die "Krankenkassen sind
keine Sparkassen, sondern dazu da, die Österreicher mit
Gesundheitsleistungen zu versorgen", betonte Stöger. Durch die
Gesundheitsreform sei mehr Geld für die Gesundheit sichergestellt.
Das Leistungsangebot soll vor allem im Bereich der psychischen
Erkrankungen ausgebaut werden. In der Zahnmedizin wurde bereits ein
massiver Ausbau erreicht, indem Zahnambulatorien alle Leistungen der
modernen Zahnmedizin anbieten können, was den Zugang dazu verbessert.
"Auch in der Zahnmedizin ist ein weiterer Ausbau in den kommenden
Jahren notwendig", bekräftigte Stöger.

Die offen gestellte Frage, was die Befragten am Gesundheitssystem
stört, beantworteten 26 Prozent mit "zu langen Wartezeiten", sei es
beim niedergelassenen Arzt, im Krankenhaus oder auf
Operationstermine. Dabei gehe es, so Filzmaier, ums subjektive
Empfinden. Die Wartezeiten werden mithilfe der Gesundheitsreform
verkürzt, indem die Behandlungskette optimiert wird. Zu hohe
Selbstbehalte stören 20 Prozent der Befragten. Minister Stöger will
diese "weiter reduzieren".

Krisenhafte Entwicklungen zeichnen sich in der Wahrnehmung der
Bevölkerung schnell ab; die Menschen reagieren verunsichert auf
Debatten hinsichtlich einer möglichen Verschlechterung im
Gesundheitsbereich. "Andere Länder haben auf die Wirtschaftskrise mit
Einschränkungen im Gesundheitswesen reagiert, was große Ängste bei
den Menschen ausgelöst hat. Österreich hingegen hat auch in der Krise
ins Gesundheitssystem investiert und die Leistungen ausgebaut, z.B.
das Kinderimpfprogramm erweitert", sagte Minister Stöger und betonte,
dass es wichtig sei, "Sicherheit zu generieren". Dazu beigetragen
habe zum einen die Sanierung der Krankenkassen sowie die
Gesundheitsreform, "die den Patienten in den Mittelpunkt stellt und
das Gesundheitssystem modernisiert".

Das "Gesundheitsbarometer" ist eine regelmäßige Studie zur
subjektiven Einstellung der Bevölkerung zu Gesundheitssystem und
-versorgung. Das aktuelle Barometer beinhaltet die Ergebnisse von
neun Studien aus den letzten drei Jahren, für die insgesamt mehr als
10.000 Telefoninterviews geführt wurden. (Schluss) bj/sn

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