- 14.05.2013, 14:18:33
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Jakob Auer: Mit billigem Populismus wird den Bienen nicht geholfen
ÖVP-Abgeordneter kritisiert agrarpolitisches Nichtwissen bei Bienen-Debatte
Utl.: ÖVP-Abgeordneter kritisiert agrarpolitisches Nichtwissen bei
Bienen-Debatte =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wenn Emotionen und Populismus mehr zählen als die
Sache, dann ist das Wahlkampf pur. Den Bienen in Österreich wird
damit nicht geholfen, kritisierte heute, Dienstag, der
ÖVP-Landwirtschaftssprecher Abg. Jakob Auer in seinen Debattenbeitrag
zur Sondersitzung das agrarpolitische Nichtwissen mancher
Abgeordneten im Hohen Haus. "Würde dieses Schmerzen verursachen,
würden einige laut schreiend durchs Haus laufen", so Auer.
Die Bäuerinnen und Bauern werden nur im unbedingten Ausmaß
Pflanzenschutzmittel ausbringen. "Denn auch jede Bäuerin, jeder Bauer
will gesundes Essen am Teller", verweist Auer auf die Tatsache, dass
in Deutschland Neonicotinoide seit einigen Jahren verboten sind, das
Bienensterben aber trotzdem von 16 auf 23 Prozent gestiegen ist. Im
Zusammenhang mit der Ausbringung von Pestiziden stellt Auer zudem
klar, dass in zehn Jahren rund 531.000 Kilo oder Liter davon auf
Bahndämmen von der ÖBB ausgespritzt wurden, weil "das Graszupfen wohl
zu teuer ist". Keine Angaben gibt es, wie viel Menge an Schneckenkorn
jährlich in privaten Hausgärten landen. Zudem können Private in jedem
Supermarkt Glyphosat einkaufen ohne Aufzeichnungen - wie das die
Bauern müssen.
Weiters gibt Auer zu bedenken, wer von dem Verbot wirklich betroffen
sein wird. "Die Großbauern können die Fruchtfolgen ja noch einhalten,
aber die Kleinbauern wie etwa an der südsteirischen Grenze wird es
hart treffen. Aber auch die kleinen Grünlandbauern in Oberösterreich
werden betroffen sein", warnt der ÖVP-Abgeordnete. Wenn die Saatbeize
wegfällt, dann wird es in Zukunft auch beim Rapsanbau Riesenprobleme
geben. "Die gelben Felder, die wir im Moment alle bewundern, können
wir uns dann abschminken. Das Bienensterben wird bleiben, aber der
Rapsanbau wird sterben", erinnert Auer in diesem Zusammenhang auch an
das Verbot der Käfighaltung in der EU. "Nun werden eben argentinische
Käfigeier zu Hauf importiert", so Auer.
(Schluss)
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