• 14.05.2013, 13:34:45
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Kopf: Nicht Pflanzenschutz gegen Bienenschutz ausspielen!

ÖVP-Klubobmann: Kleine Bauern in Österreich existenziell bedroht

Utl.: ÖVP-Klubobmann: Kleine Bauern in Österreich existenziell
bedroht =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die Biene ist ein wichtiges landwirtschaftliches
Nutztier, ohne die viele Pflanzen existenziell gefährdet wären. Daran
besteht kein Zweifel. Wir alle aber wissen auch, dass wir täglich -
im Haushalt, im Garten, in der Güterproduktion, in der Pharmazie, ja
selbst zum Schutz der Bienen - chemische Mittel einsetzen", plädierte
ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf heute, Dienstag, für eine ehrlichere
Diskussion zum Thema Bienen- und Pflanzenschutz. "Es ist unsere
Verantwortung und die Verantwortung der zuständigen Behörden, die
Nebenwirkungen solcher Mittel mit besonderer Sorgfalt zu prüfen,
Risiken und Nutzen abzuwägen und dann zu entscheiden, ob ein Produkt
zugelassen wird oder nicht", äußerte Kopf Zweifel daran, ob es bei
der aufgeheizten Debatte mittlerweile tatsächlich darum gehe, Risiken
abzuschätzen, oder ob es nicht vielmehr darum gehe, billiges
politisches Kleingeld zu wechseln.

Viele Bauern, die in der Produktion von gesunden Lebensmitteln
beschäftigt sind, seien in Österreich durch den schädlichen
Maiswurzelbohrer in ihrer Existenz bedroht und setzen daher gebeiztes
Saatgut ein. "Die Meinungen der Experten gehen auseinander: eine
EU-Studie sagt, dass Neonikotinoide gefährlich für die Bienen seien.
Eine Studie der österreichischen AGES hingegen bezeichnet den Einsatz
dieser Mittel als vertretbar. Und es gibt eine Reihe von Experten,
die viele verschiedene Ursachen für das Bienensterben sehen und nicht
Pestizide für den Hauptverursacher halten", führte der ÖVP-Klubobmann
aus.

"Es ist nicht in Ordnung, Pflanzenschutz gegen Bienenschutz
undifferenziert auszuspielen", erinnerte Kopf daran, dass gerade
durch die gezielten Maßnahmen des Landwirtschaftsministers die Anzahl
der Bienenvölker in Österreich wieder auf einem erfreulich hohen
Stand sei.

Die Alternativvorschläge in Richtung eines Verbotes mit regionalen
Ausnahmen, die Minister Berlakovich in Brüssel vorgelegt habe, wären
sachgerecht gewesen, haben aber keine Unterstützung gefunden. "Nun
wird die EU-Kommission die Pestizide für zwei Jahre verbieten, ohne
einen gesicherten Beweis zu haben, dass diese tatsächlich für das
Bienensterben hauptverantwortlich sind. Aber im Zweifelsfall und in
dieser aufgeheizten Diskussion ist der prophylaktische Schutz der
Bienen natürlich vorrangig", betonte Kopf.

"Damit werden aber viele kleine Bauern in Österreich in existenzielle
Probleme gestürzt. Wir haben daher die Verpflichtung, alles zu
unternehmen, um diesen Bauern auf der Suche nach Alternativen zu
helfen und ihnen auch wirtschaftlich unter die Arme zu greifen",
schloss der Klubobmann.
(Schluss)

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