• 14.05.2013, 12:30:32
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AK Kaske: Riegel für Managergagen

Neue Gesetze müssen nun so rasch als möglich umgesetzt werden

Utl.: Neue Gesetze müssen nun so rasch als möglich umgesetzt werden =

Wien (OTS) - "Insbesondere bei den Top-Gagen in börsennotierten
Unternehmen braucht es dringend schärfere Regeln. Die Spitzenmanager
dürfen nicht die einzigen Profiteure in unserer Wirtschaft sein",
kommentiert AK Präsident Rudi Kaske die heute veröffentlichte
WdF-Einkommensumfrage unter österreichischen Führungskräften. Denn:
Gar das 49-fache eines österreichischen Durchschnittsgehalts
verdienten im Vorjahr die Vorstände der im Eliteindex ATX gelisteten
Unternehmen. Das ergab die jährlich von der AK durchgeführte und im
April veröffentlichte Studie zu den Managergehältern in den
börsennotierten Unternehmen.

Zur Erinnerung: Spitzenverdiener war Andritz-Vorstandschef
Wolfgang Leitner mit 5,38 Millionen Euro, gefolgt von Raiffeisen Bank
International-Boss Herbert Stepic - er hätte ursprünglich mehr als
5,7 Millionen Euro verdient, zahlte aber zwei Millionen an die Bank
zurück - und Voestalpine-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Eder mit 2,9
Millionen Euro.

"Es kann nicht sein, dass wenige derartige Traumgagen kassieren
und das Gros der Beschäftigten wenig bis gar nicht von der
Wirtschaftsentwicklung profitiert. Denn schließ-lich haben es die
Führungskräfte auch der Flexibilität der ArbeitnehmerInnen zu
verdan-ken, dass die Unternehmen die Finanzkrise derartig gut
gemeistert haben", sagt Kaske und fordert daher vehement neue Gesetze
zur Beschränkung der Managergagen.

Die konkreten Forderungen

+ Managerbezüge ab 500.000 Euro sollen nicht mehr als Betriebsausgabe
von der Be-messungsgrundlage zur Körperschaftsteuer abgesetzt werden
können. Exorbitant hohe Vergütungen führen zu einem Steuerausfall bei
der Körperschaftsteuer, wodurch dem Staat wichtige Einnahmen
entgehen.

+ Variable Bezüge (inklusive aktienbasierte Vergütung) müssen
dringend auf maximal 50 Prozent des Fixgehalts beschränkt werden.

+ Die Gestaltung der Vorstandsvergütung ist eine zentrale Aufgabe des
Aufsichtsrats und muss das auch bleiben. Ein passendes Instrument
wäre die dynamische Deckelung: Die maximale Höhe sollte über einen
Faktor an die Lohn- und Gehaltsstruktur des jeweiligen Unternehmens
gekoppelt sein. Dieser muss im Geschäftsbericht veröffentlicht
werden.

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