• 14.05.2013, 12:29:24
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Preisverleihung des Dramenwettbewerbs "Über Grenzen sprechen" 2013

Außenministerium verleiht am 16. Mai 2013 um 20 Uhr in der Garage X den Preis für das beste ukrainische Theaterstück an Autor und Theatergründer Dmytro Ternovyi

Utl.: Außenministerium verleiht am 16. Mai 2013 um 20 Uhr in der
Garage X den Preis für das beste ukrainische Theaterstück an
Autor und Theatergründer Dmytro Ternovyi =

Wien (OTS) - Der auf Initiative von Dr. Christian Papke im Jahr 2005
ins Leben gerufene internationale Dramenwettbewerb "Über Grenzen
sprechen" ist ein Theater- und Literaturprojekt, bei dem Autorinnen
und Autoren aus Osteuropa eingeladen werden, ein Stück zum Thema
"Lebensgefühl in Zeiten des Wandels" einzureichen. Projektträger ist
das Österreichische Bundesministerium für europäische und
internationale Angelegenheiten (BMeiA), das jeweils mit nationalen
und lokalen Partnern kooperiert.

Nach Mazedonien, Serbien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Albanien,
Bulgarien und Rumänien wurden im Jahr 2012 AutorInnen aus der Ukraine
eingeladen, ein Stück einzureichen. Das BMeiA kooperierte dabei mit
folgenden Partnern: Österreichisches Kulturforum Kiew, OeAD
Kooperationsstelle für Wissenschaft und Kultur in Lemberg,
Österreichischer P.E.N.- Club, Badisches Staatstheater Karlsruhe,
Mystetskyi Arsenal, Prostory, Drabyna, Ukrainian Week, Buchhandlung
JE, Zentrum für Kulturelles Management, Buchmesse Lemberg, Zaxid.net
und das Internationale Literaturfestival Meridian Czernowitz.

Die fünfköpfige internationale Jury, bestehend aus Nelly
Kornienko, Theaterexpertin und Gründerin des Les' Kurbas State Centre
for Theatre Arts in Lemberg, Klaus Kusenberg, Schauspieldirektor des
Nürnberger Staatstheaters, Charles Ritterband,
Österreich-Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung, Peter Spuhler,
Generalintendant des Staatstheaters Karlsruhe, und Autor Serhij
Zhadan kürte "Hohe Auflösung- Ein Objektleben für fünf Schauspieler"
von Dmytro Ternovyi zum Siegerstück von "Über Grenzen sprechen 2013".
Der 1969 geborene Autor stammt aus Kharkiv, wo er auch das Theater
Zhukah (www.zhuki.kharkov.ua) gründete.

Das Stück mit dem Originaltitel "Detalization" setzt sich vor dem
Hintergrund ukrainischer Zeitgeschichte mit den Themen Politik,
Familie und illegale Einwanderung auseinander und verwebt diese auf
ästhetisch interessante Weise szenisch miteinander. Die großen Themen
werden dabei sowohl spannend als auch mit viel schwarzem Humor auf
die Bühne gebracht. Ort der Handlung ist die Wohnung eines Musikers,
die direkt auf den Platz der Unabhängigkeit (Majdan Nesaleschnosti)
blickt.

Während des gesamten Stückes sind im Hintergrund politische
Demonstrationen zu hören, deren jeweiligen Entwicklungen auch durch
einen Nachrichtensprecher im Fernsehen live in das eigentliche
Bühnengeschehen hineingetragen werden. Originell und skurril ergänzt
wird das durch unerwartete Einschübe mit zum Leben erweckten Objekten
wie einer Teetasse, einer Teekanne oder einem Weinkrug. Eine
richtiggehend kafkaeske Note nimmt das Stück dann an, wenn in einer
späteren Szene "der erste Aktenorder" und "der wichtige Stempel"
miteinander zu diskutieren beginnen.

Formal führt der Text somit drei Genres zusammen: Boulevardkomödie
in bester Volkstheatertradition, politisches Theater und surreales
Theater. Die Kombination dieser unterschiedlichen Formen erzeugt
nicht nur ungewöhnliche Bilder, sondern schafft über ihre Plastizität
auch die Basis für ein völlig neues Theatererlebnis. Uraufgeführt
wird "Hohe Auflösung-Ein Objektleben für fünf Schauspieler" vom
Badischen Staatstheater Karlsruhe, das das Stück in der kommenden
Spielzeit auf den Spielplan setzen wird. Im Rahmen der
Preisverleihung am 16. Mai um 20 Uhr in der Garage X, Petersplatz 1,
1010 Wien, lesen drei BurgschauspielerInnen die deutsche Übersetzung
des Siegerstückes: Karin Lischka, Till Firit und Nestroypreisträger
Toni Slama. Sie werden dabei von Georg Luksch musikalisch begleitet.
Kartenreservierungen unter 535 32 00 - 11 oder
[email protected].

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MAA

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