- 14.05.2013, 12:15:27
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Rasinger: Sensationeller erster Schritt in Hospizbetreuung von Kindern gelungen
ÖVP-Gesundheitssprecher verweist auf Zweckzuschuss für Hospiz- und Palliativbetreuung
Utl.: ÖVP-Gesundheitssprecher verweist auf Zweckzuschuss für Hospiz-
und Palliativbetreuung =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Nach jahrelangem Widerstand von
Gesundheitsminister Alois Stöger konnte jetzt mit Sozialminister
Rudolf Hundstorfer eine Regelung für Zweckzuschuss auch zur Hospiz-
und Palliativbetreuung im Pflegefondsgesetz vereinbart werden. Das
ist ein sensationeller erster Schritt. Damit wird auch die Empfehlung
Nr. 1418 der Parlamentarischen Versammlung des Europarats aus dem
Jahr 1999 (Bericht Edeltraud Gatterer) weiter umgesetzt. Das sagte
heute, Dienstag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger.
Wie heute im Ministerrat beschlossen, wird der Pflegefonds den
Ländern in den Jahren 2015 und 2016 einen Zweckzuschuss zur Verfügung
stellen, und zwar für 2015 von 300 Millionen und für 2016 von 350
Millionen Euro. Bereits in den Jahren 2011 wurden bzw. werden durch
den zu einem Drittel von Ländern mitfinanzierten Pflegefonds Mittel
in der Höhe von 100 Millionen, 2012 von 150 Millionen, 2013 von 200
Millionen, 2014 von 235 Millionen bereitgestellt.
Weitere Schritte werden aber noch folgen müssen, verwies Rasinger auf
das langfristige Ziel einer Regelfinanzierung. Gleichzeitig wies er
auch auf die nach wie vor bestehenden Versorgungslücken in der
Kinderrehabilition hin, etwa nach schweren Erkrankungen oder bei
psychischen Problemen. Hier liegen besonders dringliche
Herausforderungen für das Gesundheitssystem, auf die aufgrund der
Gesundheitsreform in den kommenden Zielsteuerungsverträgen zwischen
Ländern und Krankenkassen entsprechend reagiert werden muss.
"In Österreich ist die Pflege und Betreuung eines Kindes mit akuter
lebensverkürzender Erkrankung außerhalb von Krankenanstalten bisher
weitgehend Privatsache und somit auch privat zu zahlen." Die neue
Gesetzesinitiative kann nun beispielsweise wichtigen Institutionen
wie u.a. dem "Sterntalerhof" zugute kommen. "In diesem Kinderhospiz,
das sich ausschließlich aus Spenden finanziert, wird für schwer-,
chronisch und sterbenskranke Kinder und deren Angehörige tolle Arbeit
geleistet. Trotz des schweren Schicksals wird ihnen das Gefühl von
Unbeschwertheit und Glück vermittelt", betonte der
ÖVP-Gesundheitssprecher.
Rasinger wies in diesem Zusammenhang auch auf die wichtige Arbeit der
Caritas - mehr als 300 geschulte ehrenamtliche und 100 angestellte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas kümmern sich um schwer
kranke und sterbende Menschen - hin und auch auf das mobile
Kinderhospiz Netz, das die medizinische Pflege und kompetente
Betreuung von palliativen Kindern und Jugendlichen zu Hause in
gewohnter Umgebung ermöglicht. Kurz vor Ostern startete auch Wiens
mobiles Kinderhospiz MOMO, eine Initiative von Caritas, Caritas
Socialis (CS Hospiz Rennweg) und der mobilen Kinderkrankenpflege MOKI
Wien.
"All diese Einrichtungen sind wichtig, damit schwerstkranke Kinder
und Jugendliche mit ihrer Familie Zeit verbringen können und die
notwendige medizinische, pflegerische, psychische und soziale Hilfe
erhalten können", verwies der Arzt darauf, dass es allein in Wien und
im Umland rund 700 bis 800 Kinder gibt, die an lebensbedrohenden und
unheilbaren Krankheiten leiden.
Bereits unter der Regierung von Dr. Wolfgang Schüssel wurde die
Familienhospizkarenz geschaffen, die Arbeitnehmern die Möglichkeit
gibt, sich für die Begleitung sterbender Angehöriger oder
schwersterkrankter Kinder bei aufrechtem Arbeitsverhältnis
vorübergehend ganz oder teilweise karenzieren zu lassen. Dazu kommt
bei Bedarf eine finanzielle Unterstützung aus dem
Familienministerium. Später wurde die Patientenverfügung eingeführt,
mit der eine bestimmte medizinische Behandlung vorweg abgelehnt
werden kann. Diese Erklärung soll für den Fall gelten, dass sich der
Patient nicht mehr wirksam äußern kann. "All diese Maßnahmen sind ein
Bekenntnis zum Leben und gegen aktive Sterbehilfe", schloss Rasinger.
(Schluss)
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