- 14.05.2013, 11:54:28
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Aserbaidschan: Chancen für österreichische Firmen bei Infrastrukturausbau
Staatspräsident Ilham Alijew mit Bundespräsident Heinz Fischer bei Wirtschaftsforum in der WKÖ
Utl.: Staatspräsident Ilham Alijew mit Bundespräsident Heinz Fischer
bei Wirtschaftsforum in der WKÖ =
Wien (OTS/PWK306) - Anlässlich seines offiziellen Staatsbesuches
in Österreich nahm der Präsident der Republik Aserbaidschan, Ilham
Alijew, gestern (Montag) am "Wirtschaftsforum
Österreich-Aserbaidschan" in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
teil.
In seiner Eröffnungsrede wies WKÖ-Präsident Christoph Leitl auf
die guten bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Staaten
hin. Dass Aserbaidschan für die österreichische Exportwirtschaft ein
Zukunftsmarkt sei, zeige sich auch an den guten Außenhandelsziffern.
Das bilaterale Außenhandelsvolumen legte im Vorjahr um 82% zu.
Österreich exportierte 2012 Waren im Wert von rund 115 Mio. Euro nach
Aserbaidschan. Das Importvolumen machte 158 Mio. Euro aus. Leitl:
"Ich sehe vor allem durch die aktuelle Schwerpunktsetzung der
aserbaidschanischen Regierung hin zu einer Diversifizierung der
Wirtschaft, weg von der alleinigen Fokussierung auf den Öl- und
Gassektor, gute Möglichkeiten für österreichische Unternehmen in
Zukunft die Wirtschaftsbeziehungen noch weiter zu vertiefen."
Auch Bundespräsident Fischer sieht in Aserbaidschan einen
wichtigen Zukunftsmarkt für österreichische Firmen und wies auf das
gute "Standing" Österreichs in Aserbaidschan hin. So wird gerade ein
Prestigeprojekt, die Renovierung des 'Maiden-Towers', eines wichtigen
aserbaidschanischen Nationaldenkmals, durch ein österreichisches
Unternehmen vorgenommen. Präsident Alijew betonte, dass
österreichische Firmenvertreter in Aserbaidschan herzlich willkommen
seien und lud sie ein, sich direkt vor Ort ein Bild über die
mannigfaltigen Kooperationsmöglichkeiten zu machen. Aserbaidschan
wolle eine neue Gesamtwirtschaft aufbauen, die neben den zwei Säulen
des Öl- und Gassektors auch auf anderen festen Standbeinen stehe.
Dazu seien das Know-how und die Expertise österreichischer Firmen,
die auf vielen Gebieten zu den Weltmarktführern zählen, gefragt und
willkommen.
Die Republik Aserbaidschan ist flächenmäßig und auch in Bezug auf
die Einwohnerzahl mit Österreich vergleichbar. Die Hauptstadt Baku
erlebt einen anhaltenden Bau- und Investmentboom. Für österreichische
Firmen bieten sich vor allem Chancen bei der Zulieferung zur Erdöl-
und Erdgasindustrie, bei der Modernisierung der Energieversorgung, im
Gesundheitsbereich, im Umweltschutz und in der
Lebensmittelverarbeitung. Weiters investiert die Republik
Aserbaidschan in die Infrastruktur (Straßen, Autobahnen, Eisenbahnen,
Wohnbau, usw.). Auch hier wird es künftig Möglichkeiten für
österreichische Firmen geben. Aktuelle österreichische Projekte in
Aserbaidschan sind unter anderem die Planung des Ausbaus des
Schiresorts Shahdag durch IFL, dem zum Beispiel die Firma Doppelmayr
als Zulieferer folgte. Weiters wird der neue Flughafen in Baku zum
Teil von Waagner-Biro ausgestattet. (BS)
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