• 14.05.2013, 10:32:34
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NÖGKK: Gut leben mit Herzschwäche

300.000 in Österreich von Herzschwäche betroffen - Medikamente sichern bei Diagnose "Herzinsuffizienz" die Lebensqualität

Utl.: 300.000 in Österreich von Herzschwäche betroffen - Medikamente
sichern bei Diagnose "Herzinsuffizienz" die Lebensqualität =

St. Pölten (OTS) - Der Herzmuskel ist geschwächt, das Blut kann nicht
mehr so gut durch den Körper gepumpt werden wie früher. Vor allem
ältere Personen sind von der Herzschwäche oder Herzinsuffizienz
betroffen - in Österreich sind das 300.000 Menschen. Eine
besorgniserregende Studie zeigt auf, dass es Patienten mit Diagnose
"Herzinsuffizienz" mit der Einnahme ihrer Medikamente nicht allzu
genau nehmen. Mehr als die Hälfte verabsäumt es, ihre Arzneien
regelmäßig zu schlucken. Die NÖGKK zeigt diese Problematik auf und
startet eine Kampagne unter dem Titel "Herzgesund, Gut leben mit
Herzschwäche". Die Krankenkasse wendet sich sowohl an die Betroffenen
als auch an die Ärzteschaft - besondere Informationen ergehen an
Institutionen wie Seniorenheime, Spitäler oder Rehabilitationszentren
und Kuranstalten.
"Herzinsuffizienz ist eine sehr ernste Erkrankung und heute gut
behandelbar", sagt der Obmann der NÖGKK, KR Gerhard Hutter. Man fühlt
sich schnell erschöpft und müde. Bei körperlicher Anstrengung leidet
man an Atemnot, man legt Gewicht zu, die Krankheit beginnt
schleichend.

"Die Probleme darf man nicht auf die lange Bank schieben, man muss
sich schnell von einem Arzt durchchecken lassen", warnt Hutter. Je
früher die Krankheit erkannt wird, desto besser kann sie behandelt
werden. Heute gibt es verschiedene Medikamentengruppen, die den
Herzmuskel stärken und ein qualitätsvolles Leben ermöglichen. Die
Voraussetzung: Die Betroffenen müssen regelmäßig ihren Arzt
konsultieren und die verordnete Therapie strikt einhalten. Eine
Untersuchung der österreichischen Sozialversicherung ergab, dass
viele leichtfertig mit der Krankheit umgehen. "Die Hälfte der
Herzinsuffizienzpatienten nimmt ihre Medikamente nicht regelmäßig und
in der verordneten Dosierung ein. Die Patienten fühlen sich besser
und setzen die Tabletten selber ab", erklärt Gerhard Hutter. Die
Folgen sind verheerend: Die Beschwerden sind bald wieder da - mit
allen Konsequenzen. Das Risiko akuter Notfälle steigt: Eine klinische
Studie beweist, dass in vielen Fällen eine medikamentöse und
medizinische Unterversorgung einen früheren Tod bedeuten.

"Untersuchungen beweisen, dass die richtige Therapie in den
vergangenen Jahren zu einer Reduktion der Spitalsaufnahmen um 30 bis
50 Prozent und einem Rückgang der Sterblichkeit führten", sagt
Hutter. "Medikamente sollten deshalb niemals ohne Rücksprache mit dem
Arzt oder der Ärztin abgesetzt oder reduziert werden." Das Herz
braucht seine Arzneistoffe zum Pumpen, durch regelmäßige Arztbesuche
kann die Therapie eventuellen Veränderungen laufend angepasst werden.
Hutter: "Die Medikamente werden seit Jahren bei Millionen
Patientinnen und Patienten angewendet und sorgen trotz Krankheit für
ein herzgesundes Leben."

Die Patienten können bei der Behandlung aktiv mithelfen: Parallel
zur Therapie und der regelmäßigen Einnahme der Medikamente ist es
wichtig, den Lebensstil zu ändern. Ein gesunder Lebensstil tut dem
Herzen gut. Vermeiden Sie Stress! Leichte und regelmäßige Bewegung
stärkt das Herz. Gesundes und salzarmes Essen entlastet den Körper
und unterstützt das Organ. Besonders das richtige Haushalten mit Salz
ist wichtig: Zu viel Kochsalz begünstigt Wassereinlagerungen im
Körper, oft ist Salz in Wurst, Käse oder Fertiggerichten versteckt.
Darüber hinaus ist der Alkoholkonsum einzuschränken, zu viel Alkohol
setzt dem Herzen zu. Keine Kompromisse darf es bei der Zigarette
geben: Mit dem Rauchen sollte man überhaupt aufhören.

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