- 13.05.2013, 14:30:53
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FP-Matiasek/Guggenbichler: Bienenschutz auf allen Ebenen
Zusammenarbeit mit Niederösterreich dringend erforderlich
Utl.: Zusammenarbeit mit Niederösterreich dringend erforderlich =
Wien (OTS/fpd) - Die Rolle rückwärts beim Pestizidverbot von Minister
Berlakovits habe die Gefahr für unsere Bienen noch nicht gebannt,
sind die beiden Umwelt- und Naturschutzsprecher der FPÖ-Wien,
Stadträtin Veronika Matiasek und LAbg. Udo Guggenbichler überzeugt.
Man müsse aber jetzt die Aufmerksamkeit und Aktualität des Themas
nützen, um auf allen Ebenen Maßnahmen zu setzen, die der
Einschränkung des Lebensraumes und der Gefahr durch Gift für alle der
Bestäubung dienenden Insekten entgegenwirken.
Neben der klaren Absage an den Einsatz schädlicher
Pflanzenschutzmittel wie Neonicotinoiden gegen Maisschädlinge, die
auf Bundesebene zu regeln ist, wäre aber auch auf Landesebene
verstärkt Augenmerk auf den Mitteleinsatz zur Schädlingsbekämpfung zu
richten, so Guggenbichler, der gleichzeitig eine Überprüfung und
Neubewertung der derzeit verwendeten Substanzen und ihrer
Anwendungszeiten fordert. Wien müsse darüber hinaus, die intensive
Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich suchen. "Das Gift macht
nicht an der Landesgrenze halt, Wien ist daher vom Pestizideinsatz im
Umland unmittelbar und massiv betroffen. Wenn SPÖ-Umweltstadträtin
Sima Wiens Bienen schützen will, dann wird das nicht im Alleingang
möglich sein", fordert Guggenbichler einen gemeinsamen Weg der beiden
Bundesländer.
Der Schutz und die Bereitstellung von Futterquellen und Lebensräumen
nicht nur für Honig - sondern auch für die vielen Solitärbienen sei
nach dem Schutz vor Giften die zweite Säule zu deren
Bestandserhaltung, so Matiasek. Es sei daher notwendig, bei der
Auspflanzung von Blumen, Sträuchern und Bäumen im öffentlichen Raum,
aber auch in Wohnanlagen, Parks und entlang der Straßen, verstärkt
darauf zu achten, ein ausreichendes Nahrungsangebot für die Tiere
bereitzustellen. Die Aussaat von Bienenweiden könne durch eine
entsprechende öffentliche Verteilaktion für Gärten und Balkone
sinnvoll unterstützt werden, ist Matiasek überzeugt. Wer wisse schon,
dass Bienen rot-blind sind und daher rot blühende Pflanzen mit
Ausnahme von Klatschmohn nicht angeflogen werden oder dass die
Glockenblumen nicht nur als Nahrungsquelle sondern auch als
Schlafplatz für männliche Solitärbienen besonders wichtig sind? Dies
und viel mehr könne im Rahmen einer breit angelegten
Informationskampagne gerade jetzt auf viel Interesse und damit auch
auf große Wirkung stoßen, fordert Matiasek entsprechende Aktivitäten
der Stadt.
"Wir werden eine Reihe guter und sinnvoller Vorschläge in Antragsform
einbringen. Wenn Stadträtin Sima es mit dem Schutz unserer Bienen
ernst meint, dann wird sie diese sicher unterstützen", zeigen sich
Guggenbichler und Matiasek optimistisch. (Schluss) hn
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