• 13.05.2013, 11:00:24
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Teil 3 des "Universum"-Afrika-Fünfteilers führt ins Kongobecken

"Kongo - Das starke Herz der Wildnis" am 14. Mai um 20.15 Uhr in ORF 2

Utl.: "Kongo - Das starke Herz der Wildnis" am 14. Mai um 20.15 Uhr
in ORF 2 =

Wien (OTS) - Auch der dritte Teil des spektakulären
"Universum"-Fünfteilers "Afrika - Der ungezähmte Kontinent" zeigt
atemberaubende afrikanische Landschaften und lädt am Dienstag, dem
14. Mai 2013, um 20.15 Uhr in ORF 2 ein, am vielschichtigen und
facettenreichen Leben im Herz der Wildnis aus nächster Nähe
teilzuhaben: "Kongo - Das starke Herz der Wildnis" führt in den
tropischen Urwald entlang des Äquators in der Mitte des Kontinents.
Dort, wo sich Lebewesen dichter drängen als irgendwo sonst in Afrika,
herrscht ein beispielloser Konkurrenzdruck. Jedes einzelne Tier - vom
Elefanten bis zum Frosch - muss knifflige Strategien anwenden, um
seinen Platz in diesem dicht bevölkerten Paradies zu erobern und zu
verteidigen. Die weiteren Folgen der fünfteiligen BBC-Serie stehen am
Dienstag, dem 21. und 28. Mai, auf dem Programm von ORF 2.

Das Kongobecken umfasst ein Gebiet von der Größe Indiens und
erstreckt sich über mehrere Staaten Zentralafrikas. Der Urwald ist
hier so dicht, die Vegetation erzeugt so viel Wasserdampf, dass 95
Prozent des Regenwassers aus dem Wald selbst stammen. Der Fluss
Kongo, in dem dieses Wasser letztendlich zusammenläuft, ist der
wasserreichste Fluss Afrikas und stürzt auf seinem Weg nach Westen in
spektakulären Kaskaden durch eines der letzten unerforschten Gebiete
auf unserem Planeten. Ausgewaschene Felsüberhänge sind der Lebensraum
des Felsenhüpfers. Nur dort baut dieser monogam lebende Vogel mit dem
markant gezeichneten Kopf seine regensicheren Lehmnester, und das
vermutlich schon seit 44 Millionen Jahren.

Raffiniert ist auch die Strategie des Bananenfroschs: Um seine
Nachkommen optimal zu versorgen, versiegelt das Männchen nach dem
Regen die frisch gelegten Eier seiner Partnerin in einem länglichen
Blatt, das er geschickt mit seinen Hinterbeinen zusammenfaltet und
verklebt. In Windeseile entwickeln sich die kleinen Kaulquappen in
dieser Blatthülse, denn schon der nächste Regen wird den Kleber
wieder lösen und sie fortspülen. Große Urwaldbewohner hingegen, wie
etwa die Waldelefanten, haben es im Dickicht besonders schwer. Doch
auch sie entwickelten Strategien: In der Zentralafrikanischen
Republik liegt "Dzanga Bai", eine riesige Waldlichtung, die die
Elefanten selbst abgeholzt haben. Von weit her kommen sie hier
zusammen, um ihre sozialen Beziehungen zu pflegen und nach Salz zu
schürfen.

Die prächtigen Blumen auf dem Waldboden sind nicht minder
erfindungsreich. Sie rationieren ihren Nektar und nötigen so die
Bienen, mindestens tausend Blüten am Tag anzufliegen und sie somit zu
bestäuben, um genügend Nektar für ihre Honigproduktion zu sammeln.
Diese Bienen haben keinen Stachel, um ihren kostbaren Honigvorrat vor
Plünderern zu schützen; sie verbergen ihn deshalb in Schwindel
erregender Höhe unter der Rinde eines Baumes.

Am Strand von Loango in Gabun, wo der Urwald bis an den Atlantischen
Ozean reicht, bietet sich in raren Momenten auch für die
Dschungelbewohner die Gelegenheit, dem fortwährenden Konkurrenzkampf
für kurze Zeit zu entfliehen. Wenn das Flusspferd genüsslich in der
Brandung badet und die Rotbüffel und Elefanten sich die salzige
Seeluft um die Nasen wehen lassen, kommt nahezu Urlaubsstimmung auf.
Doch auch die Tiere wissen, dass diese entspannten Momente die
Ausnahme sind. Ihr Leben ist untrennbar mit dem Regenwald verbunden,
und eines nach dem anderen kehren sie bald ins Dickicht zurück.

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