• 13.05.2013, 09:29:34
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"Fünf Jahre zu viel"

Mahnwache in Wien für die Freilassung inhaftierter Baha'i im Iran

Utl.: Mahnwache in Wien für die Freilassung inhaftierter Baha'i im
Iran =

Wien (OTS) - Die österreichische Baha'i-Gemeinde beteiligt sich an
einer weltweiten Kampagne, welche die sofortige Freilassung von
sieben Mitgliedern des Baha'i-Führungsgremiums im Iran fordert.

Unter dem Motto "Fünf Jahre zu viel" findet eine

Mahnwache
am Mittwoch, 15. Mai 2013, von 17 bis 22 Uhr
im Resselpark/Karlsplatz, 1040 Wien

statt. Zu jeder vollen Stunde gibt es eine Lesung mit
Videobotschaft und Statements von prominenten Persönlichkeiten sowie
ein künstlerisches Begleitprogramm.

Sein nunmehr fünf Jahren befinden sich die sieben Baha'i, darunter
zwei Frauen, in Haft. Sie wurden im Frühjahr 2008 festgenommen und
nach monatelanger Ungewissheit in Einzelhaft im August 2010 zu einer
Gefängnisstrafe von je zwanzig Jahren verurteilt, der höchsten, die
je über Gewissensgefangene im Iran verhängt wurde. Ihr Verbrechen:
Sie gehören der Baha'i-Religion an.

Heute leiden diese sieben Baha'i unter unmenschlichen Bedingungen
in zwei der berüchtigsten Gefängnisse im Iran. Die fünf Männer
befinden sich im Gohardasht-Gefängnis in Karaj, das für seine
Überbelegung, fehlende Sanitäreinrichtung und aggressive Atmosphäre
gefürchtet ist. Die zwei Frauen sind im berüchtigten Evin-Gefängnis
in Teheran.

"Mit der Kampagne soll die Öffentlichkeit auf die sich
verschlimmernde Situation der Menschenrechte im Iran aufmerksam
gemacht und an Menschen guten Willens appelliert werden, ihre Stimme
für die Freilassung der inhaftierten Baha'i und anderer unschuldiger
Gewissensgefangener zu erheben", sagte Ottilie Käfer, Sprecherin der
österreichischen Baha'i-Gemeinde.

Die Baha'i sind die größte, allerdings nicht anerkannte religiöse
Minderheit im Iran. Seit jeher bekämpft die schiitische Geistlichkeit
gemeinsam mit der iranischen Regierung die Baha'i als Ketzer und
"Abtrünnige" vom Islam. Ihre friedliche und weltoffene Religion, die
sie dazu ermutigt, einen Beitrag für das gesellschaftliche
Wohlergehen zu leisten, macht die Baha'i in den Augen der iranischen
Regierung zur staatsgefährdenden Gruppe.

Österreich hat im Einklang mit der Europäischen Union und den
Vereinten Nationen wiederholt gegen die Verfolgung der Baha'i im Iran
protestiert und die Freilassung der nur wegen ihres Glaubens
verurteilten Baha'i gefordert.

Der im 19.Jahrhundert von Baha'u'llah (1817-1892) gestiftete
Baha'i-Glaube zählt weltweit über 5,5 Millionen Anhänger. In
Österreich hat diese jüngste Weltreligion 1911 Fuß gefasst, wo in
über 150 Städten und Orten Baha'i leben.

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