• 10.05.2013, 10:52:09
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Diakonie: 42.000 Kinder pflegen Eltern: Hilfe dringend notwendig!

Erste Hilfe mit der Plattform superhands. Leistbare Pflegedienste zur Entlastung pflegender Angehöriger dringend nötig.

Utl.: Erste Hilfe mit der Plattform superhands. Leistbare
Pflegedienste zur Entlastung pflegender Angehöriger dringend
nötig. =

Wien (OTS) - "Muttertag einmal anders - 42.000 Kinder pflegen ihre
Eltern. Das Durchschnittsalter der Kinder liegt bei 12 Jahren, 70 %
sind Mädchen. Die Diakonie hat mit "superhands" bereits vor einigen
Monaten eine Internet-Plattform geschaffen, die niederschwellige
Beratung und Begleitung für Kinder bietet - denn die Tätigkeiten und
Belastungen, denen Kinder ausgesetzt sind, sind oft nicht einfach und
auch breit gestreut - von alltäglichen Haushaltstätigkeiten über
Verbandwechsel bis hin zur sehr persönlichen Körperpflege der
Eltern."

Die Homepage "superhands", die von den Johannitern, Mitglied der
Diakonie Österreich, entwickelt wurde, wird derzeit ausschließlich
von privaten Sponsoring- und Spendengeldern finanziert. "Dieses Thema
betrifft uns alle - deswegen braucht es auch dringend öffentliche
Gelder. Wir freuen uns über die Ankündigung des Sozialministeriums,
in die Entlastung der Kinder und in einen Ausbau dieser
Dienstleistungen investieren zu wollen," so Chalupka. "Dies wäre ein
erster wichtiger Schritt, um Kindern und Jugendlichen Unterstützung
im Alltag zu bieten, denn sie waren bislang eine sehr verborgene
Gruppe von pflegenden Angehörigen. Dass "superhands" überhaupt
entstanden ist, ist unseren engagierten MitarbeiterInnen in den
mobilen Diensten zu verdanken, die mit offenen Augen und Ohren in den
Haushalten betreuen und pflegen, und uns zu diesem Angebot angeregt
haben."

"superhands" bietet auf www.superhands.at altersgerechte
Informationen über Krankheiten, Pflegetipps und Pflegevideos,
Anleitungen für den Notfall sowie Informationen zu Pflegegeld,
Hilfsmittel und Notdienste. Außerdem können sich Kinder und
Jugendliche im "Forum" austauschen und Fragen an ExpertInnen stellen.
Über die Telefon-Hotline können Kindern und Jugendlichen auch
konkret Hilfe bekommen. "Das Ziel von superhands ist es, zu
informieren, zu unterstützen, zu beraten, zu vernetzen", erklärt
Anneliese Gottwald, Pflegedienstleiterin der Johanniter und
Initiatorin von superhands. superhands kann aber auch für jene
Menschen nützlich sein, die selbst von Familienmitgliedern gepflegt
werden, genauso wie für Lehrerinnen und Lehrer oder alle, die mit
Jugendlichen zu tun haben.

Entlastung für pflegende Angehörige ist nötig

Dass auch Kinder und Jugendliche in die Pflege eingebunden werden,
ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Unterstützungsangebote
für die mobile Pflege nicht ausreichen. "Seitens der Diakonie sehen
wir den großen Wurf noch nicht, denn wir brauchen leistbare Angebote
wie Kinderentlastungsdienste, Akutpflegedienste, mobile Dienste,
Hauskrankenpflege, Kurzzeitpflege, die flächendeckend und rund um die
Uhr angeboten werden", mahnt Diakonie-Direktor Michael Chalupka.
Gerade dieser Lückenschluss würde eine höhere Lebensqualität für
Betroffene bedeuten und eine Entlastung für Angehörige ermöglichen.
Tipp: www.superhands.at

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