- 09.05.2013, 11:31:27
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ASFINAG: Innovationspreis für Thermoportal beim Karawankentunnel
Hohe Auszeichnung für Firma Sick und ASFINAG bei den Münchner Gefahr/gut-Tagen

Utl.: Hohe Auszeichnung für Firma Sick und ASFINAG bei den Münchner
Gefahr/gut-Tagen =
Graz/Wien (OTS) - Es ist nichts passiert! Weil gar nichts mehr
passieren kann... Das ist für viele an sich keine Nachricht, für die
Firmen Sick und die ASFINAG aber die beste, die man sich nur wünschen
kann. Seit der Thermoscanner beim Karawankentunnel im Mai des
Vorjahres in Betrieb genommen wurde, gibt es dort ausschließlich
solche "Neuigkeiten". Die innovative Lösung, durch die überhitzte
Schwerfahrzeuge erkannt und am Einfahren in den Tunnel gehindert
werden, wurde nun in München mit dem deutschen Innovationspreis
Gefahr/gut 2013 ausgezeichnet.
Eine 17köpfige Fachjury aus allen Bereichen des Gefahrguthandlings
wie Chemie, Transport, Ausbildung, Beratung, Handel, Fachverbände und
Ministerien (unter der Schirmherrschaft des Verlages Heinrich
Vogel/Fachmagazin Gefahr/gut) wählte dabei in einem mehrstufigen
Auswahlverfahren die innovativste und bereits erfolgreich eingeführte
Gefahrgutlösung. Die Prämierung der Unternehmen Sick als
Auftragnehmer und der ASFINAG als Auftraggeber erfolgte im Rahmen der
Gefahr/gut-Tage, die vom 6. bis 8. Mai in München stattfanden.
Besonders hervorgehoben wurde dabei vom deutschen ADAC auch, dass die
ASFINAG dieses Thermoportal ohne gesetzlichen Auftrag nur aus dem
Antrieb der Erhöhung der Verkehrssicherheit realisierte.
Überreicht wurde der Preis im Rahmen eines Gala-Abends an die
Geschäftsführer Rainer Kienreich (ASFINAG) und Helmut Maier (SICK
Österreich). Kienreich: "Der große Vorteil dieses Systems ist ja,
dass wir nicht erst reagieren müssen, wenn bereits etwas passiert
ist, sondern, dass wir ein Risiko bereits im Vorfeld ausschalten.
Dass unsere Bestrebungen, die sichersten Autobahnen und Tunnelanlagen
zu betreiben, dann mit einem derart wichtigen Preis ausgezeichnet
werden, ist für uns Bestätigung des Wegs einerseits und Ansporn
andererseits, noch besser und noch innovativer zu werden."
Mehr als 300 "Alarme" ausgelöst
Der einröhrige Karawanken-Tunnel, mit einer Länge von rund 8 km,
verbindet seit 1991 die österreichische Karawanken Autobahn A 11 mit
dem Autobahnnetz in Slowenien, in Richtung Ljubljana. Bis 2019 soll
eine neue Röhre errichtet werden. Um dem Anspruch gerecht zu werden,
die sichersten Autobahnen, Schnellstraßen und Tunnelanlagen in
Europa zu betreiben, sucht die ASFINAG laufend innovative Konzepte
und Lösungen. Das Thermoportal, eine Lösung des Sensorherstellers
SICK, ist ein wichtiger Beitrag dazu. Mittels Wärmebildkameras und
Laserscannern werden am Thermoportal überhitzte Busse und Fahrzeuge
identifiziert und vor der Einfahrt in den Tunnel gestoppt.
Gefährliche Tunnelbrände oder Unfälle aufgrund überhitzter Fahrzeuge
können dadurch verhindert werden.
Das Thermoportal am Karawanken-Tunnel ging im Mai 2012 in Betrieb
und konnte bis dato mehr als 300 überhitzte LKWs und Busse erkennen
und vor der Einfahrt in den Tunnel hindern. Dieses Thermoportal ist
in Europa die einzige Anlage dieser Art. Noch. Denn auch beim
Arlbergtunnel, bei dem eine große Sanierung ansteht, soll ein
derartiges Thermoportal errichtet werden. Weitere
Einsatzmöglichkeiten, insbesondere bei Tunnelanlagen vor großen
Steigungen, sind ebenfalls bereits angedacht.
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