• 09.05.2013, 08:00:33
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ORF-Reihe "Was ich glaube" widmet sich den sieben Todsünden

Prominente Denker/innen interpretieren ab 12. Mai die sieben Hauptlaster

Utl.: Prominente Denker/innen interpretieren ab 12. Mai die sieben
Hauptlaster =

Wien (OTS) - In der heutigen "Geiz-, Gier- und Neidgesellschaft"
scheinen die sieben Hauptlaster wieder an Aktualität gewonnen zu
haben. Vielfach werden sie auch von nicht-religiösen Menschen als
Kritikpunkt an gesellschaftlichen Fehlentwicklungen ins Treffen
geführt. Die von Thomas Bogensberger, Ursula Unterberger und David
Kriegleder gestaltete Serie "Die sieben Todsünden" lässt ab 12. Mai
2013 im Rahmen der ORF-Sendereihe "Was ich glaube" jeweils Sonntag um
16.55 Uhr in ORF 2 (mit Ausnahme vom Pfingstmontag, dem 20. Mai)
prominente Denkerinnen und Denker aus Kunst, Literatur, Theologie und
Philosophie die sieben Hauptlaster mit Blick auf die
Herausforderungen der heutigen Gesellschaft interpretieren:
persönliche Zugänge zu alten, aber nicht weniger aktuellen Themen der
Gesellschaft und des Individuums. Zu Wort kommen der Philosoph und
Theologe Clemens Sedmak (allgemeine Einführung), die Schriftstellerin
Olga Flor, der Soziologe und Autor Jean Ziegler, die Schauspielerin
Elisabeth Orth, der Schriftsteller Franz Schuh, der Schriftsteller
Josef Haslinger, die Schauspielerin und Sängerin Erika Pluhar und der
Theologe Adolf Holl.

Sie gelten als Sinnbild für menschliche Abgründe und Schwächen, die
es zu unterdrücken gilt. Manchmal jedoch treten sie an die
Oberfläche, werden übermächtig und entladen sich in aggressiven,
gewalttätigen oder selbstzerstörerischen Akten: die sieben
Hauptsünden - umgangssprachlich bekannt als die sieben Todsünden.
Nach der klassischen Theologie entstehen Sünden aus sieben schlechten
Charaktereigenschaften, die als Hauptlaster bezeichnet werden:
Superbia (Hochmut), Avaritia (Geiz), Luxuria (Wollust), Ira (Zorn),
Gula (Völlerei), Invidia (Neid), Acedia (Faulheit, Trägheit des
Herzens).

Erstmals findet sich eine solche Kategorisierung menschlicher Laster
bei einem Eremitenmönch namens Euagrios Pontikos, Ende des 4.
Jahrhunderts nach Christus. Papst Gregor der Große hat diese im 6.
Jahrhundert dann mit kleinen Änderungen in seinen Katalog der sieben
Hauptlaster aufgenommen. Bis heute werden mit dem Begriff Todsünde
(peccatum mortiferum) im Katechismus der Katholischen Kirche
bestimmte, besonders schwerwiegende Sünden bezeichnet. In Artikel
1855 heißt es dazu: "Die Todsünde zerstört die Liebe im Herzen des
Menschen durch einen schweren Verstoß gegen das Gesetz Gottes. In ihr
wendet sich der Mensch von Gott, seinem letzten Ziel und seiner
Seligkeit, ab und zieht ihm ein minderes Gut vor."

Die einzelnen Sendetermine im Überblick:

Sonntag, 12. Mai, 16.55 Uhr, ORF 2
"Wie ist das mit den sieben Todsünden?"
Clemens Sedmak, Philosoph und Theologe

Pfingstmontag, 20. Mai, 16.50 Uhr, ORF 2
"Wie ist das mit dem Neid?"
Olga Flor, Schriftstellerin

Sonntag, 26. Mai, 16.55 Uhr, ORF 2
"Wie ist das mit der Gier?"
Jean Ziegler, Soziologe, Politiker, Autor

Sonntag, 2. Juni, 16.55 Uhr, ORF 2
"Wie ist das mit dem Zorn?"
Elisabeth Orth, Schauspielerin

Sonntag, 9. Juni, 16.55 Uhr, ORF 2
"Wie ist das mit der Völlerei?"
Franz Schuh, Schriftsteller und Essayist

Sonntag, 16. Juni, 16.55 Uhr, ORF 2
"Wie ist das mit der Faulheit?"
Josef Haslinger, Schriftsteller

Sonntag, 23. Juni, 16.55 Uhr, ORF 2
"Wie ist das mit dem Hochmut?"
Erika Pluhar, Schauspielerin, Sängerin, Schriftstellerin

Sonntag, 30. Juni, 16.55 Uhr, ORF 2
"Wie ist das mit der Wolllust?"
Adolf Holl, Theologe und Autor

Die Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.

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