• 08.05.2013, 15:08:34
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Tiefnig: Gesundheitsreform kommt Patienten zugute

ÖVP setzt deutliches Zeichen gegen Hausapothekensterben

Utl.: ÖVP setzt deutliches Zeichen gegen Hausapothekensterben =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Mit dem Beschluss zur jahrelang verhandelten
Gesundheitsreform im Bundesrat wird heute, Mittwoch, ein wichtiger
Schritt gesetzt. Bund, Länder und Sozialversicherung müssen das
Gesundheitssystem künftig gemeinsam planen, was den Patienten nutzen
und die Kosten eindämmen soll. Das stellte heute, Mittwoch, der
oberösterreichische ÖVP-Bundesrat Ferdinand Tiefnig fest.
Hintergrund: Die Reform - konkret ein Gesetz und zwei
Bund-Länder-Vereinbarungen - sieht vor, dass die Kosten in Zukunft
zwar weiter ansteigen werden - allerdings geringer als bisher: Die so
genannte "Dämpfung" des Kostenanstiegs soll bis 2016 3,4 Milliarden
Euro betragen.

Ziel der Reform sei eine gute Versorgung in der Stadt und am Land. In
Braunau müsse man beispielsweise ein halbes Jahr auf einen Augenarzt
warten, was einfach zu lang sei. Auch die Prävention sei zu
verbessern; die Diabetesschäden, Herzinfarkte und Krebstoten müssten
reduziert werden, unterstrich Tiefnig

Der Bundesrat wies darauf hin, dass Österreich "eines der besten
Gesundheitssysteme der Welt" habe. Ziel sei es, das hohe Niveau
weiter zu gewährleisten. Tiefnig sprach sich dafür aus, vor allem den
niedergelassenen Sektor auszubauen - insbesondere die Anlaufstelle
Hausarzt. "Der Beruf Hausarzt wird auch immer mehr weiblich, und
daher ist es notwendig, diesen Beruf zu attraktivieren", sagte
Tiefnig und wies darauf hin, dass gerade die ländlichen Gegenden von
Jungärzten nicht genützt werden. Die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie sei vielfach nicht gegeben, hob der Bundesrat hervor, dass
bereits 2.800 österreichische Ärzte in Deutschland arbeiten.

Es werde auch immer schwieriger, Landarztstellen ohne Hausapotheken
zu besetzen. Allein die geplante Gemeindezusammenlegung in der
Steiermark hätte einen Verlust von 30 Prozent der Hausapotheken
bedeutet. In diesem Zusammenhang hob Tiefnig auch die Initiative der
ÖVP zur Sicherung der Hausapotheken in der immer schwieriger
werdenden Versorgung im ländlichen Raum hervor. "Die ÖVP hat ein
deutliches Zeichen gegen das Hausapothekensterben gesetzt." Nun soll
es eine neue Frist bis 2018 für Hausapothekenschließungen in
Zwei-Arzt-Gemeinden und eine Absicherung der Hausapotheken bei
Gemeindezusammenlegungen geben. Zusätzlich soll bis 2015 mit Ärzten
und Apotheken gemeinsam ein neues nachhaltiges Modell zur Sicherung
der ärztlichen Versorgung und der Medikamentenversorgung im
ländlichen Raum sichergestellt werden. Gleichzeitig werde es immer
schwieriger, Landarztstellen ohne Hausapotheken zu besetzen. Allein
die geplante Gemeindezusammenlegung in der Steiermark hätte einen
Verlust von 30 Prozent der Hausapotheken bedeutet, so Tiefnig.

Die ärztlichen Hausapotheken sind vor allem in kleinen Gemeinden ein
wichtiges Instrument zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung
im ländlichen Raum.
(Schluss)

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