• 08.05.2013, 14:07:26
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FSGvida-Offensive für den öffentlichen Verkehr in AK-Vollversammlung angenommen

Wiener FSGvida-Landesvorsitzender Gruber fordert 38,5 Stundenwoche für EisenbahnerInnen

Utl.: Wiener FSGvida-Landesvorsitzender Gruber fordert 38,5
Stundenwoche für EisenbahnerInnen =

Wien (OTS/FSG) - Erfreut zeigt sich der Wiener Landesvorsitzende der
Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft
vida (FSGvida), Helmut Gruber, über die Annahme des FSG-Antrags über
eine "Offensive für den öffentlichen Verkehr - Beschäftigung und
Arbeitsbedingungen im Verkehrssektor sichern und ausbauen" in der
Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte vom 7. Mai
2013 in Wien. "Mit dem FSG-Antrag ist die Bundesregierung jetzt auch
durch die AK aufgefordert, alles zu unternehmen, damit der
öffentliche Verkehr und insbesondere die ÖBB im Besitz der
öffentlichen Hand bleiben. Die ÖBB ist ein entscheidendes Instrument
der österreichischen Verkehrspolitik, das nicht privatisiert werden
darf", betont Gruber.++++

Im Antrag werde die Bundesregierung aufgefordert, Liberalisierungen
und Privatisierungen im Verkehrssektor wie sie etwa das 4.
Eisenbahnpaket der EU vorsieht, mit nationalen und internationalen
Initiativen entgegenzutreten. "Die ÖBB als integriertes
Eisenbahnverkehrsunternehmen und eine Offensive für die Öffis ist
unerlässlich. Den Fahrgästen, insbesondere den PendlerInnen, muss ein
flächendeckendes, attraktives und finanziell erschwingliches Angebot
zur Verfügung gestellt werden", sagt der FSGvida-Landesvorsitzende.

Für die Beschäftigten im gesamten Verkehrssektor dürften auch in
Zukunft die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen nicht durch
Ausschreibungswettbewerb, Sozialdumping und Arbeitsplatzabbau
gefährdet werden, fordert Gruber. "Es muss alles daran gesetzt
werden, dass Sozialbestimmungen im Straßenverkehr, regionaler
öffentlicher Schienenverkehr, die Flughafenbodenabfertigung und die
Flugsicherung nicht durch überzogene Liberalisierungspolitik weiter
ausgehöhlt und gefährdet werden. Wettbewerb darf kein Selbstzweck
sein. Daher kein Wettbewerb ohne Nachweis, dass dieser zur
Verbesserung des Angebots und der Arbeitsbedingungen und nicht zum
Gegenteil führt", unterstreicht der Gewerkschafter.

"Ich appelliere auch an die Wirtschaftskammer, ihr Wort zu halten und
an den Verhandlungstisch zu kommen", fordert der
FSGvida-Landesvorsitzende eine Entlastung der MitarbeiterInnen im
Eisenbahnbereich unter anderem durch eine Reduzierung der
Wochenarbeitszeit von 40 auf 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
"Wir tragen die Verantwortung für unsere Kolleginnen und Kollegen und
wir werden uns weder die Arbeitsplätze noch unsere Gesundheit
geschweige denn die Sicherheit unserer Fahrgäste abkaufen lassen",
unterstreicht Gruber.

Angesichts der Konjunkturflaute und steigender Arbeitslosigkeit sei
es höchst an der Zeit, Arbeitszeit zu reduzieren und Arbeit neu zu
verteilen: "Unsere Jugend braucht Arbeitsplätze", verweist Gruber auf
die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit und darauf, dass die
Beschäftigten in Zukunft länger bis zur Pension arbeiten müssten.

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