• 07.05.2013, 16:38:55
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BZÖ-Westenthaler: Sondersitzung des Sportausschusses zur NADA

Wien (OTS) - Der Vorsitzende des parlamentarischen Sportausschusses,
BZÖ-Abg. Peter Westenthaler, kündigte heute eine Sondersitzung des
parlamentarischen Sportausschusses zum Thema NADA (Nationale
Antidoping Agentur) für Juni an. Dies wurde in der heutigen Sitzung
des Sportausschusses mit Sportminister Klug und allen
Parlamentsfraktionen akkordiert.

"In diesem Ausschuss werden wir mit der gegenwärtigen Führung der
NADA auch über ihre Arbeitsweise und Entscheidungsfindungen der
letzten Zeit sprechen", so Westenthaler, für den manches aus diesem
Bereich nicht nachvollziehbar ist. Im Ausschuss wurde heute über
eigenartige Entscheidungen, aber auch über evidente
Ungleichbehandlungen einzelner Sportler debattiert. Erst im Vorjahr
musste die NADA-Führung aufgrund massiver Vorwürfe ausgetauscht
werden.

Westenthaler selbst brachte den aktuellen Fall der ehemaligen
österreichischen Spitzenläuferin Susanne Pumper zur Diskussion.
Pumper wurde vor kurzem seitens der NADA zu einer achtjährigen Sperre
verurteilt, weil sie angeblich verbotenes Doping (EPO) von der
bereits verurteilten Ex-Sportlerin Lisa Hütthaler gekauft haben soll.
Pumper hat dies immer bestritten und es gibt keinerlei Beweise dafür.
Nun liegt auch das schriftliche Urteil der NADA vor, dass sich
ausschließlich auf eine Beschuldigteneinvernahme der Frau Hütthaler
bezieht, indem diese wortwörtlich behauptet, "zu einem nicht mehr
feststellbaren Zeitpunkt Ende 2008" EPO an Pumper verkauft zu haben.
"Diese schwammige und merkwürdige Aussage einer Beschuldigten und
mittlerweile verurteilten Dopingsünderin, die nicht einmal den
genauen Zeitpunkt des angeblichen Verkaufes wusste, ist die einzige
Begründung der NADA für das Urteil gegen Pumper", so Westenthaler
fassungslos. Was hat das mit Beweiswürdigung und Rechtsstaatlichkeit
zu tun, wenn eine Sportlerin einfach so von einer Konkurrentin im
Beschuldigtenstatus (ohne Wahrheitspflicht) angepatzt wird und das
nun das einzige Indiz für eine achtjährige Sperre samt defacto
Berufsverbot ist? Einmal mehr fällt damit die NADA ein mehr als
fragwürdiges Urteil über eine Sportlerin, die sich auch ihre
derzeitige wirtschaftliche Existenz auf dem Laufsport aufgebaut hat.
"Dieses skandalöse Urteil würde bei Rechtskraft die wirtschaftliche
Existenz von Susanne Pumper zerstören", stellte Westenthaler fest.
Wir werden daher darüber auch im Sportausschuss des Parlaments mit
der NADA ausführliche Gespräche führen. Die NADA ist dazu da, echte
und nachweislich überführte Dopingsünder zu bestrafen und nicht
Sportlerinnen in ihrer Existenz zu gefährden, denen nichts
vorzuwerfen ist, außer eine diffamierende unglaubwürdige
Beschuldigtenaussage einer Mitkonkurrentin, die in die Enge geraten
ist.

"Der Fall schreit nach Aufklärung und Neuverhandlung", so der
Sportauschuss-Vorsitzende abschließend.

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