- 07.05.2013, 11:07:45
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Schwere Vorwürfe gegen neue Leitung der Kunsthalle Wien
Direktor Schafhausen antwortet in NEWS
Utl.: Direktor Schafhausen antwortet in NEWS =
Wien (OTS) - Im März 2012 musste Gerald Matt nach
Malversationsvorwürfen als Leiter der Wiener Kunsthalle zurücktreten
(die Staatsanwaltschaft stellte mittlerweile sämtliche Verfahren
ein), im Oktober wurde der Deutsche Nicolaus Schafhausen zum
Nachfolger bestellt.
Mittlerweile sind seit Frühjahr beide Ausstellungshallen - die im
Museumsquartier und die auf dem Karlsplatz - geschlossen, zum Teil
bis ins nächste Jahr. Wegen eines teuren und sinnlosen Umbaus,
behauptet ein NEWS vorliegendes Papier, in dem noch andere Vorwürfe
gegen Schafhausen erhoben werden: Willkürlich wäre das gesamte
Kuratorenteam gekündigt und durch Personen aus dem Umfeld des
Direktors ersetzt worden. Ebenfalls gekündigt habe man den
Technischen Direktor, weil er den Umbau als sinnlos qualifiziert
habe. Einer der Hauptvorwürfe gegen Matt betraf Nebenbeschäftigungen
- Schafhausen kuratiere allerdings selbst die Biennale von Bukarest
und verwende dafür Mitarbeiter der Kunsthalle. Zwei attraktive, noch
von Matt disponierte Ausstellungen - eine zu Andy Warhol, eine zu
Yoko Ono -wären abgesagt worden. An den Koproduzenten der
Warhol-Ausstellung müssen deshalb 24.000 Euro Abfindung bezahlt
werden.
In der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe sieht Schafhausen die
Causen anders:
- Es handle sich um nötige Sanierungsmaßnahmen vor allem im
Beleuchtungsbereich. "Die Technik ist defizitär, die
Beleuchtungsanlagen entsprechen nicht mehr internationalen
Ausstellungsstandards und müssen sukzessive bis 2014 umgebaut
werden." Doch veranstalte man Symposien (demnächst über Thomas
Bernhard).
- Die ausgeschiedenen Kuratoren hätten zum Teil Karrieresprünge
vollzogen. Zwei Verträge wären nicht verlängert worden. Der
Technische Leiter habe wegen Strukturierungsmaßnahmen der "viel zu
großen Abteilung" nach empfindlichen Subventionsausfällen gehen
müssen.
- Für die Biennale von Bukarest habe er noch vor der Wiener
Ernennung zugesagt, er erfülle die "kulturpolitisch schöne und
wichtige Aufgabe" ehrenamtlich. "Aus dem Wiener Team arbeitet niemand
mit, abgesehen davon, dass die Presseabteilung Fragen beantwortet
(...). Kooperationsveranstaltungen, die hier in Wien laufen, werden
von der Kunsthalle inhaltlich programmiert und verantwortet."
- Die Warhol-Ausstellung wäre in die Umbauzeit gefallen, Yoko Ono
habe er abgesagt, weil er nicht "zweite oder dritte Station einer
bereits gezeigten Ausstellung" sein wolle.
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