• 07.05.2013, 09:15:27
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ÖAMTC-Test: Licht und Schatten bei Radhelmen für Kinder (+Fotos, +Grafik, +Video)

Vier von acht getesteten Helmen wegen mangelnder Sichtbarkeit abgewertet

Utl.: Vier von acht getesteten Helmen wegen mangelnder Sichtbarkeit
abgewertet =

Wien (OTS) - Radfahrer gehören zu den schwächsten
Verkehrsteilnehmern, schwere Kopfverletzungen sind nach Stürzen keine
Seltenheit. Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet - der
ÖAMTC hat daher in Zusammenarbeit mit seinen Partnerclubs acht
Fahrradhelme für Kinder auf Herz und Nieren getestet. Neben vier
klassischen Helmen wurden diesmal auch vier der beliebten
Freestyle-Helme, die eigentlich für Skateboarder gedacht sind,
überprüft. Die Ergebnisse sind teilweise ernüchternd. "Keines der
getesteten Produkte schneidet mit 'sehr gut' ab. Immerhin verfügen
alle Helme über einen zumindest befriedigenden Unfallschutz",
konstatiert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

Zwei Helme, der Limar und der KED, überzeugten die Tester in
punkto Unfallschutz, Komfort und Trageeigenschaften und erreichten
die Note "gut". Zwei weitere Produkte schnitten mit "befriedigend"
ab, vier Radhelme mussten speziell wegen der schlechten Erkennbarkeit
bei schwierigen Sichtverhältnissen auf "genügend" abgewertet werden.
"Egal, ob klassischer Kopfschutz oder Freestyle-Helm, die
Erkennbarkeit muss bei einigen Produkten unbedingt gesteigert
werden", fordert der ÖAMTC-Experte. "Dazu sind auffällige Farben,
Reflektoren oder eine Beleuchtung am Helm geeignet."

Getestet wurde nach fünf Kriterien: "Wichtigster Faktor ist der
Unfallschutz, der 55 Prozent der Gesamtwertung ausmacht. Teilaspekte
sind Stoßdämpfung, die Festigkeit des Kinnbandes und die
Abstreifsicherheit, die etwa beim Hängenbleiben eine große Rolle
spielt", erklärt der ÖAMTC-Experte. Die weiteren Hauptkriterien sind
Komfort und Trageeigenschaften (20 Prozent der Gesamtwertung),
Erkennbarkeit (15 Prozent), Handhabung und Schadstoffabgabe (jeweils
fünf Prozent).

Sicherheit geht vor Optik - aber jeder Helm ist besser, als
keiner

Beim Helmkauf für Kinder und Jugendliche kann sich das Problem
ergeben, dass das "schönste" Produkt nicht unbedingt am sichersten
ist. Junge Pedalritter sollten jedenfalls in die Kaufentscheidung mit
einbezogen werden. "Denn nur, wenn das Kind mit der Wahl
einverstanden ist, wird es den Helm auch freiwillig und gerne tragen
und nicht hinter der nächsten Ecke wieder abnehmen", hält der
ÖAMTC-Techniker fest. "Geht es gar nicht anders, gilt die Regel:
Besser ein mittelmäßiger Helm, der getragen wird, als ein
Spitzenprodukt, das zu Hause liegt." Denn auch mit dem schlechtesten
Helm ist das Verletzungsrisiko deutlich geringer, als ganz ohne
Kopfschutz.

Wer beim Kauf auf Nummer sicher gehen will, sollte sich im
Fachhandel beraten lassen. Wichtig sind nicht nur die
Sicherheitstools, sondern auch, dass der Helm optimal sitzt. Der
ÖAMTC-Experte empfiehlt, mehrere Helme auszuprobieren und den
Nachwuchs die möglichen Kandidaten ein paar Minuten testweise tragen
zu lassen. "Ein Helmkauf ist eine Investition in die Sicherheit, da
sollte man sich schon ein wenig Zeit nehmen", rät Kerbl abschließend.

Aviso an die Redaktionen:
Fotos und eine Grafik zu dieser Aussendung sind unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar. Videomaterial gibt es auf Anfrage über
die ÖAMTC-Kommunikation.

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