- 07.05.2013, 08:54:49
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Sima zu Bienen: "Umdenken der ÖVP spät und überfällig!"
Wien fordert sofortiges Verbot aller Neonicotinoide österreichweit!
Utl.: Wien fordert sofortiges Verbot aller Neonicotinoide
österreichweit! =
Wien (OTS) - "Spät, überfällig und absolut unglaubwürdig" ist der
offensichtliche Schwenk der ÖVP in Sachen Bienen-Sterben, kommentiert
Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima.
"Nach massiven Protesten und vor allem der Entscheidung auf
EU-Ebene, die für die Bienen so giftigen Neonicotinoide zu verbieten,
scheint nun auch in der ÖVP klar geworden zu sein, dass man mit dem
Festhalten an den Gift-Mitteln am falschen Dampfer ist", so Sima.
Während der sogenannte Umweltminister Berlakovich sich auf allen
Ebenen gegen ein Verbot stark gemacht hat und sich somit auf die
Seite der Chemie-Giganten gestellt hat, anstatt die Bienen zu
schützen, schwenkt Parteichef Spindelegger nun um. "Niemand nimmt der
ÖVP ab, dass sie inhaltlich nun auf Seiten der Bienen steht, sie gibt
einzig dem öffentlichen Druck nach", so Sima. Sie fordert nun
österreichweit ein umgehendes und dauerhaftes Verbot aller
Neonicotinoide und die Forcierung der alternativen Methoden zur
Bekämpfung der Schädlinge. Diese gibt es längst, andere EU-Staaten
haben dies längst erkannt: Vielen Schädlingen kommt man am besten
durch eine konsequente Fruchtfolge-Bewirtschaftung bei. So müssen z.
B. die Landwirte im deutschen Bundesland Baden-Württemberg per
Verordnung durch das Landwirtschaftsministerium nach zweijährigem
Maisanbau im dritten Jahr einen Fruchtfolgewechsel durchführen.
Ein Verbot von neonicotinoid-haltigen Mitteln wie eben Maisbeize
in der Landwirtschaft gefährdet die Agrarproduktion in keiner Weise.
Für alle Einsätze sind wirksame biologische Alternativen zugelassen,
verfügbar und in der Praxis bestens bewährt. Seit einigen Jahren sind
nützliche Nematoden, das sind kleine Fadenwürmer, in Deutschland,
Italien, Frankreich und auch in Österreich bereits im Einsatz. Die
Nützlinge werden gleichzeitig mit dem Saatgut ausgebracht und
parasitieren den gefährlichen Maiswurzelbohrer derart, dass er wenig
später verendet. "Hier ist akuter Handlungsbedarf für einen Umwelt-
und Landwirtschaftsminister, doch dieser versucht bis zu letzt mit
fadenscheinigsten Ausreden, die Gifte zu verbieten. Er negiert
sämtliche Studien, die eindeutig einen Zusammenhang zwischen
Bienensterben und der Neonicotinoide belegen und hat sich als
Umweltminister nun endgültig ins Out gestellt", so Sima abschließend.
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