- 06.05.2013, 12:18:44
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BMVIT, ÖBB und KFV: "Vorrang für die Sicherheit auf Eisenbahnkreuzungen"
Verkehrsministerin Bures: "Technische Absicherung und Bewusstseinsbildung sollen Unfallrisiko weiter reduzieren" - ÖBB-Video zeigt Auswirkungen von Kollision Zug mit Pkw
Utl.: Utl.: Verkehrsministerin Bures: "Technische Absicherung und
Bewusstseinsbildung sollen Unfallrisiko weiter reduzieren" -
ÖBB-Video zeigt Auswirkungen von Kollision Zug mit Pkw = =
Wien (OTS) - "Wir unternehmen sehr viel, um das Unfallrisiko auf
Eisenbahnkreuzungen zu verringern", so Verkehrsministerin Doris Bures
am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Direktor des
Kuratoriums für Verkehrssicherheit, Othmar Thann, und ÖBB-Holding-AG
Vorstand Franz Seiser aus Anlass des morgigen internationalen Tags
für die Sicherheit auf Eisenbahnkreuzungen. Im Mittelpunkt stehen
dabei die technische Absicherung von Eisenbahnkreuzungen und
Bewusstseinsbildung. Denn das Risiko auf Eisenbahnkreuzungen wird oft
unterschätzt. Die ÖBB haben dazu ein Video produziert, das die Gefahr
und die dramatischen Auswirkungen von einem Zusammenstoß von einem
Zug mit einem Auto zeigt. *****
"Technische Absicherung verringert das Unfallrisiko. Aber genauso
wichtig ist, dass sich die Straßenverkehrsteilnehmer die Gefahren
bewusst machen. Es kommt auf den Faktor Mensch an. Dafür zu
sensibilisieren, ist das Ziel des Awareness-Day", sagte
Verkehrsministerin Doris Bures.
Mit der neuen Eisenbahnkreuzungsverordnung, die seit September 2012
in Kraft ist, gelten klare Regeln für die Absicherung von
Eisenbahnkreuzungen. Das bedeutet, dass mehr Kreuzungen
Schiene-Straße technisch gesichert werden, also entweder mit einer
Lichtsignalanlage oder mit Lichtsignalanlage plus Schranken. "Das ist
eine gemeinsame Verantwortung von Schienen- und Straßenerhalter", so
die Verkehrsministerin.
"Das Thema Sicherheit hat bei uns absolute Priorität. Wir investieren
seit mehreren Jahren jährlich ca. 25 Millionen Euro in diesen
Bereich. Die Maßnahmen reichen von der Verbesserung der Situation an
Eisenbahnkreuzungen bis hin zu bewusstseinsbildenden Maßnahmen für
Kinder und Autofahrer", so ÖBB-Vorstand Seiser. Denn Züge fahren
nicht auf Sicht, der Bremsweg ist unter anderem wegen des großen
Gewichts 5- bis 10-mal so lang wie der eines PKWs und kann mehr als
einen Kilometer betragen.
Auf die hohe Vermeidbarkeit der Unfälle wies der Direktor des
Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV), Othmar Thann, hin. Denn
Unfälle auf Bahnübergängen seien fast ausschließlich auf menschliches
Fehlverhalten zurückzuführen (mangelnde Aufmerksamkeit,
Fehleinschätzung, Fehlverhalten). Oft seien gerade Personen, die
täglich Eisenbahnkreuzungen queren und den Fahrplan kennen, besonders
sorglos und dadurch gefährdet. "Trotz roter oder gelber Lichter oder
Läutwerk bei beschrankten Bahnübergängen, hat man sich in jedem Fall
durch Schauen und Hören von einer gefahrlosen Überquerung der
Eisenbahnkreuzung zu überzeugen", erinnerte der KFV-Direktor.
Zwt.: Weniger Unfälle, weniger Tote
Diese Investitionen schlagen sich auch in den Unfallzahlen nieder.
Seit 2007 werden von der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes
Unfälle auf Eisenbahnkreuzungen systematisch erfasst. Im ersten
Berichtsjahr gab es 191 Kollisionen zwischen Zug und
Straßenverkehrsteilnehmer, zwischen 2007 und 2010 lag die
durchschnittliche Zahl der Unfälle bei 170 im Jahr. 2011 waren es 155
Unfälle und 2012 wurde mit 140 Unfällen der bisher niedrigste Wert
erreicht. Die Zahl der dabei Getöteten ist von 31 im Jahr 2007 auf 21
im Jahr 2011 und schließlich auf 15 im Vorjahr gesunken.
Zwt.: Eindrucksvolles Unfall-Video: Keine Chance für Pkw bei
Kollision mit Zug
Die ÖBB haben filmisch dokumentiert, was bei einem Zusammenprall von
einem Zug und einem Pkw passiert. Das Video veranschaulicht auf
dramatische Weise, wie gefährlich eine solche Kollision ist und dass
der Lenker dabei oft keine Chance hat. Die Bilder sollen aufrütteln
und das Problembewusstsein schärfen. Denn die Ursache liegt bei
nahezu 100 Prozent der Unfälle bei den Straßenverkehrsteilnehmern.
Service: Filme und Fotos zum Crashtest stehen zur medialen Verwendung
kostenlos unter folgendem Link ab sofort für Sie bereit:
http://multimedia.oebb-identity.at/pindownload/login.do?pin=06BSS
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