- 06.05.2013, 08:23:40
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ÖH Medizin Wien: Offener Brief zum Thema Aufwandsentschädigung im klinisch-praktischen Jahr
Wien (OTS) -
Sehr geehrter Herr univ.Prof.Dr Karlheinz Töchterle,
sehr geehrter Herr Alois Stöger, diplomé,
sehr geehrter Herrn Dr. Arthur Wechselberger
wir kommen als Österreichische Hochschülerschaft an der
Medizinischen Universität Wien nicht umhin uns mit einem Problem, das
alle Studierenden der medizinischen Universitäten betrifft, in einem
offenen Brief an Sie zu wenden.
Durch die Einführung des Klinisch Praktischen Jahres (KPJ), stehen
unsere Studierenden vor einer neuen finanziellen Problematik. Wie Sie
sicher wissen, startet der erste KPJ-Jahrgang im Wintersemester 2014
in einem Ausmaß von 48 Wochen. Neben einer unbezahlten 35
Stunden-Woche im Krankenhaus ist es nahezu unmöglich zusätzlich zum
Studium einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Da für das KPJ
bisher keine Aufwandsentschädigung angedacht ist, stehen berufstätige
Studierende vor einer nicht tragbaren Situation und der Gefahr, dass
sich der Studienabschluss maßgeblich verzögert.
In den meisten Studienrichtungen ist es Usus, dass Praktika
finanziell entschädigt werden, auch im internationalem Vergleich
erhalten Studierende im klinisch praktischen Jahr eine
Aufwandsentschädigung.
Des Weiteren haben schon zahlreiche Krankenanstalten angekündigt,
Turnusstellen einzusparen, da viele Routinetätigkeiten von
Studierenden übernommen werden sollen. Genau genommen müssten dadurch
finanzielle Mittel vorhanden sein, um den Studierenden entgegen
kommen zu können.
Damit eine finanzielle Absicherung für die Studierenden
gewährleistet wird, fordern wir österreichweit
Aufwandsentschädigungen für Studierende im KPJ.
Wir ersuchen Sie, gemeinsam mit uns und den
Krankenanstalten-Trägern ein gerechtes Modell zu erarbeiten.
Christian Orasche
Vorsitzender der
ÖH Medizin Wien
Abelina Zimba
Referentin für Bildungspolitik
der ÖH Medizin Wien
Dieser Brief erging am 25. April an den Bundesminister für
Wissenschaft und Forschung, an den Bundesminister für Gesundheit und
an den Präsidenten der österreichischen Ärztekammer. Bisher erhielten
die ÖH Medizin Wien jedoch keinerlei Rückmeldungen.
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