• 04.05.2013, 11:32:59
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Bienensterben: BZÖ-Huber: 1.166.606 Kilo Saatgut mit Pestiziden in Österreich zugelassen

In Deutschland verbotenes Mittel in Österreich bei 1.000 Tonnen Saatgut verwendet

Utl.: In Deutschland verbotenes Mittel in Österreich bei 1.000
Tonnen Saatgut verwendet =

Wien (OTS) - Im Wirtschaftsjahr 2009/2010 wurden allein in Österreich
1.166.606 Kilo mit Pestiziden gebeiztes Maissaatgut zugelassen. Das
geht aus der Antwort von ÖVP-Landwirtschaftsminister Nikolaus
Berlakovich auf eine parlamentarische Anfrage von
BZÖ-Landwirtschaftssprecher Gerhard Huber hervor. Genau wurden
988.687 Kilo Clothianidin, 115.073 Kilo Imidacloprid, und 62.846 Kilo
Thiamethoxam von der Bundesamt für Ernährungssicherheit zugelassen.
Gleichzeitig behauptete der Minister nicht zu wissen, wieviele Tonnen
Pestizide im Endeffekt auf Österreichs Feldern landen, weil er keine
Übersicht habe. BZÖ-Huber: "Bienentod Berlakovich muss zurücktreten.
Seit Jahren verzögert er, bremst, beschwichtigt und verheimlicht
wichtige Informationen. Seit Raiffeisen die Sumsi Biene nicht mehr
verwendet, sind für die ÖVP die Bienen offenbar kein Thema mehr".
Huber erinnert daran, dass seit Jahren Anträge des BZÖ auf
Pestizidverbote und für mehr Bienenschutz von der Regierung - also
auch der sich jetzt abputzenden SPÖ - abgelehnt werden.

2010 behauptete der Minister auch noch, dass die Auswirkungen auf das
Bienensterben geprüft werde und 2011 ein Evaluierungsbericht der
österreichischen Beizmittelstrategie aufgrund der Ergebnisse des
Forschungsprojektes MELISSA vorliegen werde. Auch damals redete sich
Bienentod-Berlakovich schon darauf aus, dass es keine
Forschungsergebnisse gebe und MELISSA ausgewertet werden müsse. "Wo
sind die versprochenen Ergebnisse, Herr Minister?", fragt Huber.

Der BZÖ-Landwirtschaftssprecher verweist auch auf die Schädlichkeit
des hauptsächlich verwendeten Giftes: Clothianidin ist ein Insektizid
und gehört zur Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide, wie auch
Thiamethoxam und Imidacloprid (Gaucho). Es wurde von Takeda Chemical
Industries und der Bayer AG gemeinsam entwickelt. Nachdem es im
April/Mai 2008 zu einem massiven Bienensterben im Rheintal gekommen
war, ließ das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit vom 15. Mai 2008 an die Zulassung von acht
Saatgutbeizmitteln ruhen.Sechs davon enthielten
Wirkstoffkombinationen, bei denen Clothianidin oder der verwandte
Wirkstoff Thiamethoxam enthalten waren, eines enthielt nur
Clothianidin und eines nur das Schneckenbekämpfungsmittel Methiocarb.
Einige Wochen später wurde Clothianidin wieder zur Saatgutbeizung
(außer Mais) zugelassen. "Während in Deutschland Clothianidin bei
Mais verboten ist, werden in Österreich rund 1.000 Tonnen damit
vergiftetes Saatgut unter Berlakovich zugelassen. Dieser Minister
dient nur mehr als Schutzengel der Pharmalobby und sollte sich in
Bayerlakovich umtaufen lassen. Es ist Zeit zu gehen, Herr Minister",
so Huber.

SERVICE:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_05131/fname_190284.pdf

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