• 03.05.2013, 14:45:33
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VÖZ-Grünberger: "Presse- und Meinungsfreiheit kann nicht ohne Titel- und Meinungsvielfalt existieren"

Verlegerverband reagiert auf Kritik an Sujets zum Tag der Pressefreiheit

Utl.: Verlegerverband reagiert auf Kritik an Sujets zum Tag der
Pressefreiheit =

Wien (OTS) - Die Rezeption in diversen Digitalkanälen der gestern
gestarteten Kampagne zum Tag der Pressefreiheit würde laut
VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger die Notwendigkeit der
Diskussion rund um die Funktion sozialer Medien und anderer digitaler
Plattformen verdeutlichen. "Österreichs Zeitungen und Magazine sind
auf allen digitalen Kanälen aktiv. Die aktuelle Kampagne stellt die
Funktionalität der verschiedenen Kanäle und Plattformen dar. Die
Erregung mancher, die nur allzu gerne den Abgesang auf die
Zeitungsindustrie anstimmen, ist einerseits durchschaubar und ändert
nichts an der unverzichtbaren Funktion, die Zeitungen und Magazine
für unsere Demokratie haben. Andererseits ist die Diskussion ein
schöner Beweis für die Interdependenz klassischer und digitaler
Medien."

Dem Verband Österreichischer Zeitungen gehe es bei dieser Kampagne
um eine deutliche Abgrenzung: "Zeitungen und Magazine sind der Garant
für unabhängige und ausgewogene Berichterstattung. Soziale Medien
bieten die Möglichkeit des Meinungsaustausches und der fragmenthaften
Information. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dies kam auch im
Text des Inserates klar zum Ausdruck."

Soziale Netzwerke würden darüber hinaus die Meinungsvielfalt nicht
zwingend befördern: "Nur weil virtuelle 'Freunde' oder Follower in
einem Netzwerk uniform eine Meinung vertreten, heißt das nicht, dass
es keine anderen Meinungen gibt. Unabhängige Zeitungen und Magazine
geben unterschiedlichen Standpunkten Raum, damit sich der Leser
eigenständig eine Meinung bilden kann. Gerade in einer Gesellschaft
für deren Eltern- oder Großelterngeneration die Pressefreiheit alles
andere als selbstverständlich war, ist es wesentlich an den Wert der
Meinungsfreiheit zu erinnern. Presse- und Meinungsfreiheit kann nicht
ohne Titel- und Meinungsvielfalt existieren", zeigte sich der VÖZ-
Geschäftsführer überzeugt.

Mit den Sujets will der VÖZ eine Diskussion rund um die
Verlässlichkeit, Unabhängigkeit und Ausgewogenheit von Informationen
in unterschiedlichen Medienkanälen anstoßen: "Während Zensoren in
machen Ländern unliebsame Textstellen mit schwarzen Balken
unkenntlich machen, findet Zensur im Web im Verborgenen statt. Wenn
undurchsichtige Suchalgorithmen oder gar Sponsoring bestimmen, welche
Informationen zum Nutzer gelangen und welche nicht, gilt es wachsam
zu sein und dies aufzuzeigen."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VOZ

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