- 03.05.2013, 13:23:14
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Der ORF feiert "Muttertag": Umfassendes Fernseh- und Radioprogramm rund um den 12. Mai
Vom Kultfilm "Muttertag" über "kreuz und quer" mit "Babys auf Vorrat", "Frisch gekocht" und "Hallo okidoki" bis zu Muttertagsüberraschungen bei "Willkommen bei Carmen Nebel"
Utl.: Vom Kultfilm "Muttertag" über "kreuz und quer" mit "Babys auf
Vorrat", "Frisch gekocht" und "Hallo okidoki" bis zu
Muttertagsüberraschungen bei "Willkommen bei Carmen Nebel" =
Wien (OTS) - Mütter, Großmütter und Urgroßmütter, sie alle werden am
Muttertag, heuer am 12. Mai, besonders geehrt: Mit einem umfassenden
Programmangebot rund um die Themen - werdende Mütter, köstliche
Muttertagsrezepte, Muttertagserinnerungen, Wissenswertes zum
Feiertag, Jahrhundertfrauen und Kultfilm - widmet sich der ORF in
zahlreichen Sendungen und Beiträgen in TV und Radio, von Sonntag, dem
5. Mai, bis Sonntag, dem 12. Mai 2013, diesem besonderen Festtag. So
steht bereits eine Woche vor dem Muttertag die Rubrik "Uschi gräbt
um" in der Sendung "Natur im Garten" ganz im Zeichen des Feiertages:
Mit einem dreigängigen Taubnessel-Kräutermenü zaubert Uschi ein Essen
für das Muttertagsfest. In den "kreuz und quer"-Dokumentationen
"Babys auf Vorrat" und "Vater-Mutter-Kind - Teenies werden Eltern"
steht die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für ein Kind im
Vordergrund. Zwischen Eigenverantwortung und "ungewöhnlichen"
Methoden wie eingefrorenen Eizellen, zeigen die Berichte das Leben
unterschiedlicher Frauen auf. "Thema" befasst sich mit dem Kampf ums
Kind, Besuchsregelungen und dem Sorgerecht. Die "heute"- Magazine
widmen sich einer Mutter, die versucht, sich von ihrem Kind
abzunabeln und einer Ausstellung, die hinterfragt, wie der Muttertag
entstanden ist, und wie sich dieser besondere Tag im Laufe der Jahre
verändert hat. Außerdem ist Alfons Haider gemeinsam mit seiner Mutter
zu Gast in "heute Leben", um sein neues Hörbuch "Alles Mama"
vorzustellen. Auch die Kinder stellen sich in den Muttertags-Dienst
und zeigen in "Frisch gekocht" ihre Kochkünste bei
Schweinslungenbraten und Mohngugelhupf. In "Hallo okidoki"
präsentieren die Jüngsten, warum gerade ihre Mama die Beste ist, und
mit welchen besonderen Muttertagsüberraschungen sie bereits ihren
Müttern eine Freude bereitet haben. Bei Barbara Karlich wird eifrig
über die Frage diskutiert, ob der Muttertag ein wichtiger
symbolischer Tag, oder doch eine reine Alibi-Aktion ist? Carmen Nebel
sorgt für musikalische Unterhaltung am Vorabend des Muttertags und
begrüßt ihr Publikum live aus Klagenfurt. Der Kultfilm "Muttertag"
steht ebenfalls auf dem Programm und gibt einen wunderbar komischen
Einblick in das Leben einer typisch wienerischen Familie am
Muttertag. Direkt am Festtag porträtiert die "matinee" das Leben der
"Jahrhundertfrau - Elisabeth Heller". Maggie Entenfellner besucht in
Wien einen Bio-Bauernhof und die beiden "dok.filme" thematisieren in
"Frauen in der Armee" und "Soldatinnen Gottes", ein von Gewalt und
Tod bestimmtes Leben.
Auch das Radio ehrt die Mütter in einer besonderen Weise: In Ö1 liest
Erwin-Steinhauer-Gedichte, Briefe und Tagebuchnotizen von Erich
Kästner an seine Mutter. Hitradio Ö3 betrachtet von 8. bis zum 12.
Mai den Muttertag aus einem anderen, ungewöhnlichen Blickwinkel: "Am
Muttertag mach' ich der Mama Frühstück. Aber nicht nur am Muttertag.
Jeden Tag."
Die Sendungen im Detail:
"Natur im Garten" (Sonntag, 5. Mai, 15.25 Uhr, ORF 2)
Uschi stellt ein dreigängiges Taubnessel-Kräutermenü vor, unter
anderem mit einem schmackhaften Frühlingssalat, einem köstlichen
Brotaufstrich und einer leckeren Nachspeise. Der Buchtipp der Sendung
"Geschenke aus der Natur" (Kosmos Verlag) stellt Dekorationsideen,
Rezepte, Mitbringsel und Geschenke aus der Natur vor. Man findet
unter anderem darin die Anleitung zu einem Gänseblümchenöl und zu
einem Körperpeeling aus Birkenblättern und Zucker.
"heute leben" (Montag, 6. Mai, 17.30 Uhr, ORF 2)
Florist Wolfgang Keck-Rauber wird live im Studio Blumenideen für den
Muttertag zeigen.
"Thema": "Streit ums Kind - gefangen im Behördendschungel" (Montag,
6. Mai, 21.10 Uhr, ORF 2)
"Ich fühle mich nicht gehört und alleingelassen", sagt Alexandra
Lengyel. Ihre vierjährigen Zwillinge wurden im Juni 2012 zum Vater
gebracht. Seither hat sie ihre Kinder insgesamt sechs Monate lang
nicht gesehen. "Man weiß nicht, was man tun soll", klagt Michael
Schuheker. Seine Frau ist von einem Tag auf den anderen mit der
gemeinsamen zweijährigen Tochter nach Kärnten übersiedelt. Im Kampf
um Besuchsregelung und Sorgerecht haben Frau Lengyel und Herr
Schuheker wie Tausende getrennte Elternpaare Hilfe bei Jugendamt und
Gericht gesucht. Doch seither ist alles nur noch schlimmer geworden.
Jeder Schritt im Verfahren zieht sich über Wochen und Monate - viel
Zeit, in denen sich die Kinder von ihren allein gelassenen
Elternteilen entfremden. Obwohl doch alles zum Kindeswohl geschehen
soll. "Hätten wir früher miteinander geredet", meint Michael
Schuheker heute, "wären wir vielleicht gar nie in diese Situation
gekommen". Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Denn - so das
Resümee von Rike Fochler und Markus Stachl - die Erwartung an Ämter,
das Leben von Familien zu reparieren, geht meist nicht in Erfüllung.
Und die aufreibenden Verfahren schaden einem am meisten: dem Wohl des
Kindes.
"kreuz und quer": "Babys auf Vorrat" (Dienstag, 7. Mai, 22.30 Uhr,
ORF 2)
Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Kind? Eine Frage, die sich
viele Frauen stellen. Sie wünschen sich zwar Kinder, doch nicht
gleich. Ausbildung, Beruf und Karriere haben Vorrang, oder sie haben
noch nicht den richtigen Partner gefunden, um Nachwuchs in die Welt
zu setzen. Bis vor kurzem hatten Frauen nur begrenzt Zeit für diese
Entscheidung, denn ihre Fruchtbarkeit endet meistens Mitte vierzig.
Die niederländische Filmemacherin Marieke Schellart wählte einen -
derzeit in Europa noch recht ungewöhnlichen - Weg, um dem Ticken der
biologischen Uhr zu entgehen: Sie ließ sich Eizellen entnehmen und
für eine künftige Verwendung tiefgefrieren. In ihrer Dokumentation
"Babys auf Vorrat" schildert sie ihre Gründe für diese medizinisch
längst machbare, doch ethisch höchst umstrittene Methode.
"kreuz und quer: "Vater-Mutter-Kind - Teenies werden Eltern"
(Dienstag, 7. Mai, 23.25 Uhr, ORF 2)
Obwohl Jugendliche heutzutage einen problemlosen Zugang zu
Verhütungsmitteln haben, werden dennoch jedes Jahr minderjährige
Mädchen ungewollt schwanger. Österreich ist bei der Zahl der
Teenager-Schwangerschaften in Europa an dritter Stelle. 12 von 1.000
Schwangeren sind zwischen 15 und 19 Jahren, besagt eine Studie aus
dem Jahr 2007. Nora, Katrin und Angelique beispielsweise sind so
genannte Teenagermütter, die sich - obwohl sie ungewollt schwanger
wurden - für ihr Kind entschieden haben und so von einem Tag auf den
anderen in ein Spannungsfeld zwischen Jugendlichkeit und
Erwachsensein, zwischen Verantwortlichkeit und Unabhängigkeitsstreben
geraten sind. Die Reportage gibt Einblicke in das Leben der jungen
Mütter und thematisiert auch die Auswirkungen, die eine
"übersexualisierte" Gesellschaft auf Kinder, die immer früher in die
Geschlechtsreife kommen, mit sich bringt.
"heute leben" (Mittwoch, 8. Mai, 17.30 Uhr, ORF 2)
Als "Polly Adler" hat sie bisher sieben Bücher verfasst, war
Titelfigur einer Fernsehserie - und ist das Alter Ego von Autorin
Angelika Hager. Wie ihre Romanheldin, ist Hager alleinerziehende
Mutter - und darüber hat sie jetzt ihr neues Buch geschrieben "Adieu
Fortpflanz". Rechtzeitig vor dem Muttertag spricht die Autorin in
"heute leben" über die "Abnabelung" der Tochter und die damit
verbundenen Schwierigkeiten.
"heute mittag" (Freitag, 10. Mai, 13.15 Uhr, ORF 2)
"heute mittag" berichtet über die Ausstellung im Volkskundemuseum
Wien zum Thema "Produkt: Muttertag" und spricht mit der Expertin
Univ. Prof. Dr. Birgit Bolognese-Leuchtenmüller (Wirtschafts- und
Sozialgeschichte, Universität Wien), die intensiv bei der Ausstellung
mitgearbeitet und gemeinsam mit anderen einen Katalog dazu
herausgegeben hat. Wir gehen der Frage nach: Woher kommt der
Muttertag, wie ist er entstanden und wie sieht man ihn heute?
"Frisch gekocht mit Andi und Alex" (Freitag, 10. Mai, 14.00 Uhr, ORF
2)
Raphael Zenaty (13 Jahre alt) und seine kleinere Schwester Hannah
Zenaty (11 Jahre alt) bereiten jeweils ein Gericht zu, mit dem sie
ihre Mutter am Muttertag verwöhnen möchten. Raphael verrät sein
Rezept für Schweinslungenbraten mit Safranreis und Gemüse und Hannah
bäckt einen Mohngugelhupf. Die Gastgeber Andi und Alex assistieren
den beiden Nachwuchsköchen dabei.
"Die Barbara Karlich Show: Muttertag - darauf bestehe ich" (Freitag,
10. Mai, 16.00 Uhr, ORF 2)
Der Muttertag hat seinen Ursprung in der anglo-amerikanischen
Frauenbewegung und entwickelte sich rasch zu einem weltweit
zelebrierten Feiertag. Barbara Kahrlichs Gäste diskutieren darüber,
ob der Muttertag ein wichtiger symbolischer Tag ist, um Mütter zu
ehren, oder eine reine Alibi-Aktion?
Unter anderem im Studio:
Andreas, 26, Student & Marketingassistent aus Niederösterreich sieht
den Muttertag als sehr wichtig an. "An diesem Tag wird die Mama
symbolisch geehrt für das ganze Jahr", sagt er und erzählt: "Meine
Mutter arbeitet 30 Stunden und organisiert zusätzlich fast drei
Haushalte. Am Muttertag wird sie entlastet." Für ihn ist dieser Tag
ein Zeichen dafür, dass er seine Mutter schätzt und er stellt daher
fest: "Ich verstehe nicht, wie man eine ablehnende Haltung zum
Muttertag haben kann. Auch wenn es eine Erfindung der Wirtschaft ist,
so mache ich es freiwillig." Er sieht mütterliche Arbeit zudem als
Ehre an, die man nicht bezahlen kann. "Woher das Geld nehmen", fragt
er. "Für ein Ehrenamt bekommt man nichts."
Elenora, 80, Pensionistin aus der Steiermark sieht diesen Tag als
reine "Augenauswischerei" und meint: "Viel wichtiger wäre, sich
wirklich über den Wert von Müttern Gedanken zu machen." Eleonora war
als Mutter auch berufstätig und hat festgestellt: "Viele gut
ausgebildete Frauen entscheiden sich gegen Kinder, weil man Kinder
und Beruf nicht unter einen Hut bringen kann - oder sie entscheiden
sich für die Familie, vernachlässigen ihre eigenen Talente und
Bedürfnisse und geben ihre Selbständigkeit auf." Sie fordert daher:
"Mütter sollten ein Gehalt bekommen, dann hat Muttersein einen Wert."
Trotz aller Skepsis sagt sie: "Der Muttertag ist aber gut für kleine
Kinder, weil sie damit ein Bewusstsein entwickeln."
"heute leben" (Freitag, 10. Mai, 17.30 Uhr, ORF 2)
Konditormeister Herwig Gasser wird live im Studio Tipps für eine
Muttertags-Torte zeigen. Außerdem ist Alfons Haider mit seiner Mutter
Anni zu Gast im Studio und präsentiert sein erst kürzlich
erschienenes Hörbuch "Alles Mama".
"Hallo okidoki" (Samstag, 11. Mai, 09.10 Uhr, ORF eins)
Vier Generationen verbringen einen Tag gemeinsam und erzählen über
die "beste Mama der Welt". Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren,
Mutter, Oma und Uroma erzählen davon, was sie an ihrer Mutter
schätzen, warum sie sich so gut aufgehoben fühlen, was ihre liebsten
Muttertags-Erinnerungen sind (gelungene Überraschungen, etc.) und was
ihre Mama so besonders macht.
"Willkommen bei Carmen Nebel" (Samstag, 11. Mai, 20.15 Uhr, ORF 2)
Saisonausklang für "Willkommen bei Carmen Nebel": Am Samstag, dem 11.
Mai 2013, verabschiedet sich Carmen Nebel live um 20.15 Uhr aus
Klagenfurt in die Sommerpause. Und weil am 12. Mai Muttertag ist,
lädt die Entertainerin am Vorabend ein Staraufgebot der Extraklasse
zur "Show zum Muttertag" ein: Darunter auch zahlreiche heimische
Künstler/innen wie Andreas Gabalier, Andy Borg, das Nockalm Quintett,
Nik P., Christina Stürmer, Rainhard Fendrich und Markus Wohlfahrt.
Außerdem mit dabei sind der französische Weltstar Mireille Mathieu,
die Schlagerstars Nicole und Francine Jordi, Albano Carrisi aus
Italien, die Kultband The Sweet und das Deutsche Fernseh-Ballett
sowie das Ensemble des Musicals "Natürlich blond".
Doch nicht nur Stars, sondern auch Mütter der Stars sind zu Gast bei
Carmen Nebel. Und wie gewohnt wird Carmen Nebel auch dieses Mal
wieder jede Menge Überraschungen und emotionale Momente präsentieren.
"Muttertag" (Samstag, 11. Mai, 22.40 Uhr, ORF eins)
Von Harald Sicheritz, Roland Düringer, Alfred Dorfer und Peter
Berecz: Die Familie Neugebauer lebt in einer Siedlung am Stadtrand
von Wien. Vater Edwin (Reinhard Nowak), der den Seitensprung mit
einer Kollegin (Eva Billisch) noch nicht verkraftet hat, bereitet
sich auf den Muttertag vor. Ebenso der Sohn Mischa (Alfred Dorfer),
der seiner Mutter ein elektrisches, tödliches Küchenmesser bastelt.
Der Opa (Roland Düringer) versucht seiner Abschiebung in ein Heim zu
entgehen, indem er die Ersparnisse dem Tierschutz spendet. Keiner
ahnt, dass die kleptomanisch veranlagte Mutter (Andrea Händler) als
Ladendiebin gesucht wird.
"Matinee: Die Jahrhundertfrau - Elisabeth Heller" (Sonntag, 12. Mai,
09.05 Uhr, ORF 2)
Als "beste Gelassenheitslehrerin der Welt" bezeichnete sie ihr Sohn
André Heller in einer Weihnachtskarte. Die 98-jährige Elisabeth
Heller besticht durch eine pragmatische Weltsicht, die ihm so ganz
und gar zu fehlen scheint. Elisabeth Hellers Leben offenbart ein
Kaleidoskop aus hundert Jahren österreichischer Geschichte:
aufgewachsen in "gutem Hause", landverschickt als Kind im 1Ersten
Weltkrieg, als betörende Schönheit geheiratet von einem doppelt so
alten Mann in der Zwischenkriegszeit. Häusliches Berufsverbot ("eine
Heller arbeitet nicht") und das Leben an der Seite eines
versponnen-verträumten Zuckerlfabrikanten. Mit der "Arisierung" der
familiären Existenzgrundlage und Demütigungen gegen ihren jüdischen
Mann erlebt die Katholikin was es heißt, in einer Nazi-Diktatur zu
leben. Mit fast 50 Jahren probt sie den Aufstand und arbeitet doch:
in einem noblen Mode-Atelier. Mit 80 verpfändet sie ihr Haus und
ihren Schmuck, denn Sohn Franz, der sich jetzt André nennt, hat eine
gute Idee, die er auf die Bühne bringen will. Eine "matinee" voller
Reflektionen, tiefen Einsichten und vielversprechenden Aussichten
einer Jahrhundertfrau.
"Zurück zur Natur" (Sonntag, 12. Mai, 17.05 Uhr, ORF 2)
Maggie besucht in Wien einen Bio-Bauernhof:Frisch geschlüpfte Ferkel
sind zu sehen, eine Fahrt in den Weinberg, um Reben zu befestigen,
ein Besuch im Presshaus, wo der Wein verkostet wird und die
Zubereitung eines Schmerstrudels nach Altwiener Rezept. Weiters gibt
es in der Muttertags-Sendung eine Zeitreise bei einem kleinen
Uhrmacher, der 250 Jahre Tradition aufrecht hält und antike Uhren
repariert - und zu einem Kutschenbauer, dem alte Selchkutschen und
Jagdwagen gehören. Zum Abschluss wünscht Maggie noch einen schönen
Muttertags-Abend.
"dok.film": "Darf ich noch lächeln? Frauen in der Armee" (Sonntag,
12. Mai, 23.05 Uhr, ORF 2)
Ein packender Dokumentarfilm berichtet über junge Frauen, die in der
israelischen Armee ihren Dienst leisteten. Was sie hier erlebt haben,
hat sie zutiefst geprägt und verändert, ihre Träume und Hoffnungen
auf ein gerechtes Leben zerstört und sie zu traurigen, teils
zynischen, verletzten Personen gemacht. In eindringlichen Szenen und
sehr intimen und bewegenden Interviews zeigt der Film, wie die
tägliche, kriegerische Auseinandersetzung die Frauen auch Monate,
Jahre später nicht loslässt.
"dok.film": "Soldatinnen Gottes - Die Frauen der Hamas" (Sonntag, 12.
Mai, 00.05 Uhr, ORF 2)
Regisseurin Suha Arraf, Feministin und Palästinenserin mit
israelischem Pass, hat vier Frauen der Hamas - alle Mütter,
Schwestern oder Ehefrauen von Selbstmordattentätern - in ihrem Alltag
begleitet und beobachtet. Es ist ihr gelungen, Eiblick in die
geschlossene Gesellschaft dieser Frauen zu erhalten. In ihrem
Dokumentarfilm fragt sie danach, was dazu führt, ein von Gewalt und
Tod bestimmtes Leben mit Sinn zu versehen, gar die eigenen Söhne zu
opfern.
Ö1: "Du holde Kunst - Wir beide sind uns das Wichtigste" (Sonntag,
12. Mai, 08.15 Uhr)
Erwin Steinhauer liest Gedichte und Tagebuchnotizen von Erich Kästner
sowie dessen Briefe an seine Mutter. "Ich gehöre wirklich nicht zu
denen, die erst zu spät bemerken, was eine Mutter bedeutet", schrieb
Erich Kästner 1926 - er war damals 27 Jahre alt - an seine Mutter
Ida. Zeit seines Lebens hatte er eine besonders innige Beziehung zu
ihr und war bestrebt, sie stets seiner Liebe zu versichern. Fast
täglich schrieb er ihr, häufig schickte er mit den Briefen
"Scheinchen" und, wie es damals nicht unüblich war, wanderte auch die
Wäsche zum Waschen zwischen "Muttchen" und dem "ollen Jungen" hin und
her.
"Wenn das Kind die Mama pflegt" - ein Infoschwerpunkt rund um den
Muttertag im Hitradio Ö3
Fast 43.000 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 18 Jahren
pflegen Familienmitglieder, meist ihre Mutter. Im Schnitt sind sie
12,5 Jahre alt - fast 70 % davon sind Mädchen. Sie erleben tagtäglich
Situationen und Momente, die für Kinder ungewöhnlich sind, oft
schwierig und überfordernd. Sie machen sich Sorgen, sind müde, haben
Schuldgefühle und Verlustängste. Die Kinder spüren aber auch positive
Momente, eine besondere Bindung und Wertschätzung, schlicht eine
spezielle Aufgabe. Diesen verborgenen Alltag holt Ö3 rund um den
Muttertag aus der Tabuzone - macht diese Lebensumstände mit
Betroffenen, deren Umfeld, Expertinnen und Experten zum Thema. Kinder
und Jugendliche erzählen: "Ich pflege meine Mama - und so schaut mein
Alltag aus: Was macht mich stolz, was traurig, wann fühle ich mich
stark, wann ohnmächtig und überfordert." Junge Erwachsene berichten
von ihren Erfahrungen als pflegende Kinder: "Ich habe meine Mama
gepflegt - so hat es mein Leben geprägt." Und Expertinnen und
Experten aus den verschiedensten Fachgebieten schätzen die Situation
ein, thematisieren bereits vorhandene Formen von Unterstützung und
Hilfe und formulieren Notwendigkeiten für die Zukunft.
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