• 03.05.2013, 11:00:16
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Industrie: Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtiges Zukunftsthema

IV-GS Neumayer: Vereinbarkeit von Beruf und Familie zielgerichtet fördern - Potenziale zur Entlastung des Faktors Arbeit im FLAF nutzen

Utl.: IV-GS Neumayer: Vereinbarkeit von Beruf und Familie
zielgerichtet fördern - Potenziale zur Entlastung des Faktors
Arbeit im FLAF nutzen =

Wien (OTS/PdI) - "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein
zentrales gesellschaftliches Zukunftsthema", so der Generalsekretär
der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer heute,
Freitag, zu den von Vizekanzler Michael Spindelegger,
Familienminister Reinhold Mitterlehner und Finanzministerin Maria
Fekter präsentierten familienpolitischen Vorschlägen. "Das System der
Familienförderung muss optimiert werden, um Vereinbarkeit und
Frauenbeschäftigung zu fördern und die Rahmenbedingungen für den
familienfreundlichen Industriestandort Österreich zu verbessern.
Diese Ziele sind ganz klar auch Ziele der Industrie", betonte
Neumayer. Trotz der grundsätzlichen Zustimmung zu den Zielen des
"Familienpaketes" gebe es aber auch unterschiedliche Sichtweisen auf
einzelne Themen.

"Wir begrüßen den Vorschlag, das System der Familienbeihilfe
überschaubarer und damit für Familien verständlicher zu machen",
meinte der IV-Generalsekretär. "Die IV hat ein ähnliches Modell
vorgestellt, allerdings ohne die Mehrkosten von 200 Millionen Euro."
Besonders unterstützt werden die Vorschläge des Familienministers,
Öffnungszeiten und Gruppengrößen bei den
Kinderbetreuungseinrichtungen zu verbessern sowie neue Plätze zu
schaffen. "Erst wenn es ausreichend Plätze auch für Unter-3-Jährige
gibt, wird das Ziel der Wahlfreiheit wirklich Realität", so Neumayer:
"Die Industrie setzt sich seit langem dafür ein, die Qualität der
Kinderbetreuung zu erhöhen und Kindergärten und Krippen verstärkt in
Richtung Kinderbildungseinrichtung weiterzuentwickeln. Dafür braucht
es aber auch bundeseinheitliche Rahmenbedingungen und Standards",
betonte Neumayer.

Auch die Vereinfachung der Steuerleistungen für die Familien sei
ein wichtiges Ziel, allerdings sollten sie, wie der von der IV
vorgeschlagene "Kinderbildungsbonus", die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf fördern. Österreich sei bereits heute Spitzenreiter bei den
Ausgaben für Geldleistungen für Familien, die aber ihre Wirkung
weitgehend verfehlen. "Statt über den Ausbau der Geld- und
Steuerleistungen nachzudenken, wäre es erforderlich, die eingesetzten
Mittel verstärkt in Kinderbetreuung zu investieren. Gleichzeitig soll
der FLAF von familienfremden Leistungen befreit und die vorhandenen
Spielräume für eine Entlastung des Faktors Arbeit genutzt werden."

"Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für die Industrie ein
zentrales Zukunftsthema und auch das Hauptziel unseres
3-Säulen-Programms zur Reform der Familienförderung. Außerdem ist
dies kostenneutral und sofort umsetzbar", betonte der
IV-Generalsekretär.

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