- 02.05.2013, 10:58:17
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Noch keine Verträge für Haydn-Festspiele und St. Margarethen
Der Konflikt des Landes Burgenland mit der Esterhazy-Familienstiftung bringt zwei maßgebliche Festspiele in Bedrängnis.
Utl.: Der Konflikt des Landes Burgenland mit der
Esterhazy-Familienstiftung bringt zwei maßgebliche Festspiele
in Bedrängnis. =
Wien (OTS) - Das berichtet NEWS in seiner morgen erscheinenden
Ausgabe. Die renommierten Haydn-Festspiele im Eisenstädter Schloss
und das jährlich von 130.000 Menschen besuchte Freiluft-Festival St.
Margarethen warten noch auf ihre Mietverträge seitens des Hauses
Esterhazy.
Die Haydn-Festspiele müssten schon für 2016 planen, haben aber
noch keinen Vertrag für 2015: Esterhazy wirft dem jahrzehntelangen
Hauptmieter Burgenland die Vernachlässigung des Schlosses vor und
fordert elf Millionen Euro Schadenersatz. Im Verlauf des Prozesses
hatte das Land die Rechtmäßigkeit der Esterhazy-Stiftung
angezweifelt. Die erklärte sich daraufhin außerstande, mit den
Haydn-Festspielen zu verhandeln. Am vergangenen Freitag erklärte das
Land nun die Legitimität der Stiftung. Nun soll, so Stiftungsvorstand
Stefan Ottrubay, mit den Haydn-Festspielen umgehend weiterverhandelt
werden.
Der Streit um die Renovierung aber schwelt unvermindert: "Nicht
einen Euro zahlen wir", zürnt Kulturlandesrat Helmut Bieler in NEWS.
"Hätten wir das Schloss nicht über Jahrzehnte instand gehalten, wäre
es schon verfallen! Ottrubay gibt zum Festival keinen Euro, kassiert
eine Menge an Mieten und schikaniert uns, wenn es um Termine geht."
Wenn man sich wegen der Festspiele nicht einige, "dann lösen wir den
Betrieb auf. Oder wir suchen eine schlechtere Alternative. Aber ich
kann mir nicht vorstellen, dass die Besucher aus Japan und Frankreich
dann noch kommen." Dagegen Ottrubay: "Wir haben dem Land umfassende
Einigungsangebote gemacht, immer vergebens. Es gibt Herrschaften, die
lieben geradezu den Konflikt." Der Prozess wäre "Verschwendung von
Steuergeldern".
Der Mietvertrag des Betreibers der Festspiele von St. Margarethen,
Wolfgang Werner, für den Esterhazy-eigenen Steinbruch endet schon mit
kommendem Herbst. "Werner hat ein paar unterschiedliche
Vorstellungen präsentiert, wir haben ihn gebeten, die zu
konkretisieren", sagt Ottrubay. "Ich gehe fest von der Einigung aus.
Schließlich haben wir über zehn Millionen investiert." Auch Werner
rechnet mit der Einigung, lässt aber in NEWS wissen, man benötige
nach Jahren des privaten Betriebs "eine regelmäßige
Landessubvention". Die will Landesrat Bieler über verschiedene
Zuwendungen aber nur gewähren, wenn Werner "einen Vertrag über zehn
Jahre bekommt". Eine offenbare Spitze gegen die Esterhazys, denen
nachgesagt wird, bloß um zwei Jahre verlängern und die Festspiele
mittelfristig selbst betreiben zu wollen. Das stellt Ottrubay via
NEWS allerdings in Abrede: "An die Option haben wir wirklich noch
nicht gedacht."
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