• 01.05.2013, 14:18:18
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1. Mai - Foglar und Kaske fordern Kampf gegen Arbeitslosigkeit und für bessere Arbeitsbedingungen

AK und ÖGB für soziale Gerechtigkeit in Österreich und Europa

Utl.: AK und ÖGB für soziale Gerechtigkeit in Österreich und Europa =

Wien (OTS/SK) - ÖGB-Präsident Erich Foglar und
Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske hoben in ihren Reden zum Tag
der Arbeit die Bedeutung des gemeinsamen Kampfes der Gewerkschaften,
der Arbeitnehmervertreter und der Sozialdemokratie für soziale
Gerechtigkeit in Österreich und Europa hervor. "In den nächsten
Monaten gibt es drei ganz wichtige Auseinandersetzungen: die
Nationalratswahl, die Wahl zur Arbeiterkammer und die Europawahl. Wir
wollen alle drei gewinnen", machte Kaske am Mittwoch beim großen
Mai-Aufmarsch der SPÖ am Rathausplatz in Wien klar. Foglar strich die
großen Erfolge der Sozialdemokratie im Kampf gegen die
Arbeitslosigkeit hervor: "In Österreich haben wir europaweit die
geringste Arbeitslosigkeit. Das ist kein Zufall. Wir haben die
geringste Arbeitslosigkeit, weil die Gewerkschaften und die
Sozialdemokratie dafür gekämpft haben." ****

Für die Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seien drei
Themen für die anstehenden Wahlen entscheidend. Erstens das Thema
Arbeit. "Ich fordere Respekt für die Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer ein. Sie haben das Recht auf eine faire Entlohnung und
gerechte Arbeitsbedingungen. Das heißt auch, dass Überstunden bezahlt
werden. 69 Millionen unbezahlte Überstunden stehen im Moment in
diesem Land aus", führte Kaske aus. Die sechste Urlaubswoche in allen
Branchen und für alle Menschen und Arbeitszeitverkürzung seien hier
weitere Forderungen, die die Lebensqualität der arbeitenden Menschen
verbesserten. Als zweites wichtiges Thema sei es zentral, dass Wohnen
wieder leistbar werde. Drittens dürfe Bildung nicht weiter vererbt
werden. Allen Kindern solle die beste Bildung zugänglich sein. "Wir
wollen, dass in den Sozialstaat investiert wird. Wir kämpfen zusammen
mit der Sozialdemokratie für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
für ein gerechtes Österreich und für ein soziales Europa", sagte der
AK-Präsident.

Foglar strich die europäische Dimension der Krise hervor. 26,5
Millionen Menschen, davon sieben Millionen junge Menschen, seien in
Europa arbeitslos und ohne Zukunftsperspektiven. Die Kürzungspolitik
der Konservativen, die dies auch in Österreich forderten, trage
nichts zur Lösung bei. "In Österreich stehen wir dank Gewerkschaft
und Sozialdemokratie besser da. Aber es gibt in unserem Land 500.000
Menschen, die arbeiten, aber trotzdem arm sind. Gleichzeitig haben
wir die höchste Millionärsdichte in ganz Europa. Das ist nicht
gerecht. Wir kämpfen gegen Steuerhinterziehung und für die 'Working
Poor', die oft die Schwächsten der Gesellschaft sind", sagte Foglar.
Der Kampf gegen Sonntagsöffnung und für ordentliche
Arbeitsbedingungen und sichere Pensionen, die einen Lebensabend in
Würde ermöglichten, sei hier zentral.Die Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer trügen den Großteil der Steuerlast. Deswegen sei ein
faires Steuersystem mit Vermögenssteuern ein weiteres wichtiges
Anliegen im Sinne der Verteilungsgerechtigkeit. "Bei der
Finanztransaktionssteuer haben die Gewerkschaften Schulter an
Schulter mit der Sozialdemokratie für deren Einführung gekämpft. Am
Anfang standen wir allein da, jetzt wird sie von elf EU-Staaten
eingeführt. Genauso werden wir für Millionärssteuern kämpfen", machte
der ÖGB-Präsident klar. (Schluss) sn/che

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