- 30.04.2013, 12:32:21
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LH Kaiser: Gemeinsam den "Braindrain" aus Kärnten aufhalten
Landeshauptmann und zehn Trägerorganisationen präsentierten Internetprojektbörse www.jobs4technology.at
Utl.: Landeshauptmann und zehn Trägerorganisationen präsentierten
Internetprojektbörse www.jobs4technology.at =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Morgen, Mittwoch, geht als Initiative für
Kärnten die neue Plattform www.jobs4technology.at online.
Schülerinnen und Schüler, Studierende, Jungakademikerinnen und
Jungakademiker sollen darauf Praktikumsplätze, Ferialjobs oder
Sponsoren für Diplom- und Facharbeiten finden. Unternehmen der
Technologiebranche soll die Plattform Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter liefern. Ziel des Gemeinschaftsprojektes von zehn
Trägerorganisationen aus Wirtschaft, Bildung und
Interessensvertretung ist es, dem Fachkräftemangel in Kärnten
entgegenzutreten sowie den Nachwuchs für die Technologiebranche zu
fördern und zu vernetzen.
"Mit den drei Begriffen interaktiv, einfach und schnell wollen wir
gemeinsam dem negativen Triple-A Armut, Abwanderung und
Arbeitslosigkeit entgegentreten", sagte Landeshauptmann Peter Kaiser
heute, Dienstag, bei der Kick-Off-Pressekonferenz für die Plattform
im Medienraum der Landesregierung. Ziel sei es, junge Menschen im
Land zu halten. "Es gibt Dinge, die wir selber in die Hand nehmen
können", betonte Kaiser, der allen Projektbeteiligten dankte und die
moderne Jobbörse weiter forcieren möchte. Niemand solle mehr sagen
können, "Ich wusste nicht, wo ich mich erkundigen kann oder
Informationen bekomme", meinte der Landeshauptmann.
"Wir suchen hunderte hochqualifizierte Personen für den
Technologiebereich in Kärnten", sagte Martin Zandonella, Präsident
des Software Internet Clusters (SIC) und Spartenobmann für
Information und Consulting bei der Wirtschaftskammer Kärnten. Ihm
geht es vor allem auch darum, den Kontakt zwischen Wirtschaft und
Auszubildenden herzustellen, Vorurteile abzubauen, auf Chancen
aufmerksam zu machen und Jobs im Land zu generieren.
SIC-Vorstand Dieter Jandl ist Projektleiter von jobs4technology.
Er betonte, dass man den "Braindrain" zum Beispiel nach Wien oder in
die Steiermark aufhalten wolle. Mit einer Roadshow durch Schulen, die
Fachhochschule und Uni wolle man junge Menschen auf die Plattform
aufmerksam machen. Bis Jahresende peile man insgesamt 250 Job- bzw.
Praktikumsangebote oder Diplomarbeitsvorschläge auf der Plattform an,
50 wolle man bis dahin mindestens vermitteln. Ein Projekt wie dieses
gibt es laut Jandl in ganz Europa nicht.
Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger sieht im Projekt eine
Brücke zwischen Schülerinnen und Schülern, Studierenden und den
Kärntner Technologieunternehmen. Für Kärntens Arbeiterkammerpräsident
Günther Goach setzt man damit ein Zeichen nach außen, dass man
Chancen für junge Menschen biete. Michael Velmeden vom [micro]
electronik cluster (me2c) geht es auch um die verstärkte Sichtbarkeit
der vielen Technologieunternehmen Kärntens. Sie sollen über die neue
Plattform einladen und adressieren können. Claudia Mischensky von der
Industriellenvereinigung Kärnten geht es um die Wettbewerbsfähigkeit
Kärntens, für die man die besten Hände und Köpfe brauche.
Petra Bergauer von der Fachhochschule Kärnten verwies auf die
jährlich 300 FH-Absolventinnen und -absolventen, denen man Jobs in
Kärnten anbieten wolle. Christoph Aste, Fachgruppenobmann der
Ingenieurbüros, sagte, dass man junge "Highpotentials" als
Beschäftigte aber auch Ideengeber brauche. Martin Hitz, Vizerektor
der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, glaubt, dass durch die
Plattform auch Kärntner Studierende für ein Masterstudium nach
Kärnten zurückkehren könnten. Peter Kreiner, Fachgruppenobmann für
Unternehmensberatung und IT (UBIT), meinte, dass Technik Vorrang
habe. Schülervertreter Andreas Kavalirek dankte für die Initiative:
"Sie ist ein Schritt, damit wir Jugendlichen in unserem Leben
weiterkommen."
(Schluss)
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