• 30.04.2013, 10:58:46
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Glawischnig: Faymann muss Chemielobbyisten Berlakovich zurückpfeifen

Umweltminister torpediert Kampf gegen Bienensterben

Utl.: Umweltminister torpediert Kampf gegen Bienensterben =

Wien (OTS) - "Es reicht nicht, dass Bundeskanzler Faymann wie ein
Außenstehender Kritik am Chemielobbyisten Berlakovich übt. Als
Regierungschef muss er ein Machtwort sprechen und den unfähigen
ÖVP-Minister zurückpfeifen. Der Landwirtschaftsminister torpediert
den Kampf gegen das Bienensterben und geht wieder einmal vor der
Chemielobby in die Knie. Faymann muss nun in der EU klarstellen, dass
Österreich für ein Verbot der Pestizide eintritt, die für das
Bienensterben mitverantwortlich sind", stellt Klubobfrau und
Bundessprecherin Eva Glawischnig, fest. Berlakovich hatte gestern in
Brüssel gegen ein Teilverbot von drei Pestiziden im Zusammenhang mit
dem Bienensterben gestimmt. "Berlakovich ist rücktrittsreif, denn er
verhindert den Bienenschutz nicht nur in Österreich, sondern in ganz
Europa", sagt Glawischnig.

"Die Argumentation des Umweltministers, wonach erst seriöse
wissenschaftliche Studien vorgelegt werden müssten, ist absurd",
kritisiert Glawischnig. Die EU-Kommission hat bereits im Februar 2013
einen Entwurf für das Verbot von drei hochgiftigen Insektiziden,
nämlich den sogenannten Neonicotinoiden (Clothianidin, Imidacloprid
und Thiametoxam) in Form eines zweijährigen Moratoriums vorgelegt.
Basis dieser Vorlage der EU-Kommission war eine umfassende Studie der
Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA (siehe:
http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/130116.htm), die empfohlen
hatte, diese Pestizide aus dem Verkehr zu ziehen. Diese Stoffe gelten
als hochgiftig für Insekten, insbesondere eben auch für die Bienen.
"Der aktuelle Stand der Wissenschaft kommt eindeutig zum Ergebnis,
dass der Einsatz der Neonicotinoiden bei allen Pflanzen, die von
Bienen angeflogen werden, verboten werden sollte. Berlakovich
Forderung nach noch mehr Studien ist eine pure Ausrede", so
Glawischnig.

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