• 29.04.2013, 15:44:28
  • /
  • OTS0220 OTW0220

NÖ präsentiert in der "Woche der Landwirtschaft" Umweltleistungen der Bauern

Bäuerliche Arbeit und Bewirtschaftung sind wichtiger Zukunfts- und Wirtschaftsfaktor

Utl.: Bäuerliche Arbeit und Bewirtschaftung sind wichtiger Zukunfts-
und Wirtschaftsfaktor =

St. Pölten (OTS) - "Landwirtschaft ist das Bewirtschaften und
Gestalten unserer Umwelt. Wechselbeziehungen zwischen Umwelt und
Produktion, Markt und Kosten prägen uns. Die landwirtschaftliche
Produktion ist die Basis für viele Umweltwirkungen: Landwirtschaft
und Umweltschutz stehen nicht im Widerspruch zueinander - die
Landwirte tragen vielmehr zur Erhaltung und Förderung von
vielfältigen Ökosystemleistungen bei", erläutert Hermann Schultes,
Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, den Schwerpunkt
der niederösterreichischen "Woche der Landwirtschaft", die von 28.04.
bis 05.05. stattfindet.

"Das Jahr 2013 bringt viele wesentliche Entscheidungen für die
Zukunft der Landwirtschaft. So soll Ende Juni feststehen, wie die
neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) aussieht. Die zusätzlichen
Leistungen der Landwirtschaft neben der Lebensmittelproduktion und
der Bereitstellung von erneuerbaren Energieträgern können nicht
'gratis' zur Verfügung gestellt werden. Damit die Bäuerinnen und
Bauern auch in Zukunft diese wertvollen und gesellschaftlich
erwünschten Leistungen erbringen können, muss die GAP den Mehraufwand
in der Bewirtschaftung und den Verdienstentgang durch weniger Ertrag
auch künftig dementsprechend abgelten. Außerdem ist die nationale
Kofinanzierung der Zweiten Säule (Ländliche Entwicklung) im Ausmaß
von 50:50 zu fixieren", skizziert Schultes die politischen
Herausforderungen.

"Die Erfolgsbilanz der Umweltmaßnahmen in Niederösterreich ist
beachtlich", so Agrarlandesrat Stephan Pernkopf. "Die Bäuerinnen und
Bauern tragen mit ihrer naturnahen Bewirtschaftung viel zu einer
gesunden Umwelt bei. Über 90% der Landwirte nehmen am Umweltprogramm
teil, in Niederösterreich entspricht das einer Fläche von 26.570 ha,
die durch ganz konkrete Naturschutzmaßnahmen bewirtschaftet werden.
Über 20% der österreichischen Biobetriebe sind in Niederösterreich
beheimatet. Das entspricht rund einem Drittel der gesamten
österreichischen Bio-Anbaufläche. Niederösterreich ist mit Abstand
Bio-Meister in Österreich", betont Pernkopf.

Nur ein flächendeckender Ansatz sorgt für effektive
Umweltwirkungen

"Österreich hat mit dem Umweltprogramm (ÖPUL) eine Vorreiterrolle
in Europa inne. Nur durch den flächendeckenden Ansatz in der
Ländlichen Entwicklung wird nachweislich eine so hohe Umweltrelevanz
erzielt. 90% der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird über
freiwillige Umweltmaßnahmen, die weit über das gesetzliche Maß
hinausgehen, bewirtschaftet", unterstreicht Schultes. Der Ansatz der
Europäischen Kommission, speziell einzelne Flächen - sogenannte
ökologische Vorrangflächen - zu definieren, bringt aus Sicht der LK
NÖ nicht denselben gesellschaftlichen Nutzen.

"Die Woche der Landwirtschaft rückt die besten Produkte unserer
Bauern in den Mittelpunkt. Dies müssen wir schätzen und unterstützen.
Denn unsere Bauern investieren laut WIFO pro Betrieb rund EUR
24.000,- jährlich in die regionale Wirtschaft", zeigt Pernkopf auf.
LK-Präsident Schultes macht auf die Bedeutung der Landwirtschaft für
den Tourismus aufmerksam: "Die Bauern tragen viel zur
Unverwechselbarkeit unserer Kulturlandschaft - dem Grundkapital des
Tourismus - bei."

Landwirtschaft fördert Unabhängigkeit von Öl und Gas

"Die Landwirtschaft kann durch die Bereitstellung von
nachwachsenden Rohstoffen einen wesentlichen Beitrag für mehr
Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, wie Öl und Gas leisten.
Derzeit fließen Unmengen an Geld durch die Abhängigkeit von fossilen
Energieträgern ins Ausland ab und schädigen permanent Klima und
Volkswirtschaft. Erklärtes Ziel ist eine nachhaltige, unabhängige
Energiestrategie hin zu den Erneuerbaren. Das geht nur mit der
Landwirtschaft", sind sich Schultes und Pernkopf einig.
(Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel