• 28.04.2013, 19:51:03
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Neues Volksblatt: "Durchschnaufen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 29. April 2013

Utl.: Ausgabe vom 29. April 2013 =

Linz (OTS) - Grundsätzlich gilt: Nach der Wahl ist vor der Wahl; es
gilt aber auch: Nicht alles, was vor der Wahl gesagt wurde, gilt auch
nach der Wahl. Der prognostizierte Absturz der ÖVP etwa ist nicht
eingetreten, das Minus - auch wenn es die Tiroler ÖVP auf einen
historischen Tiefststand führt - ist angesichts der Vorhersagen
verschmerzbar. Die Partei von Landeshauptmann Günther Platter bleibt
die klare Nummer Eins, italienische Verhältnisse wird es nicht geben.
Apropos Nummer Eins: Insgesamt stellen die Bürgerlichen in Tirol die
absolute Mehrheit, zum Leidwesen der ÖVP firmieren sie freilich unter
verschiedenen Marken. Wenn Platter wirklich etwas Großes gelingen
sollte, dann wäre das wohl die Bündelung der bürgerlichen Kräfte.
Vollmundig gescheitert ist die SPÖ mit der Ansage, eine
Dreierkoalition gegen die ÖVP auf die Füße stellen zu wollen. Dass
das Team Stronach den Fuß nicht in die Landtagstür bekam, ist eine
Wohltat und ein Reifezeugnis für die Wähler. Kasperliaden wie das
Listen-Theater oder der Kandidaten-Aufruf, die Stronach-Liste nicht
zu wählen, dürfen nicht belohnt werden. Der FPÖ wiederum fehlt seit
gestern die Ausrede, dass man Wahl-Verluste oder Stagnation der
Stronach-Truppe zu verdanken habe.
Auf Bundesebene kann die ÖVP vor dem nächsten Urnengang am kommenden
Sonntag jedenfalls kräftig durchschnaufen - und auf eine Fortsetzung
des Trends hoffen.

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