• 27.04.2013, 15:07:42
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Wiener SPÖ-Landesparteitag 6 - Mailath-Pokorny: Es boomt, es brummt, es bewegt sich was in Wien!

Wien (OTS/SPW) - "Es ist gut, dass die Sozialdemokratie beim Thema
Verteilungsgerechtigkeit Flagge zeigt. Es ist ein zentrales
politisches Thema - gerade auch einer urbanen Stadtpartei, so wie
Chancen, Bildung, nachhaltiges Wachstum und soziale Gerechtigkeit",
betonte der Wiener Kulturstadtrat und Präsident des BSA, Andreas
Mailath-Pokorny im Rahmen des Wiener SPÖ-Landesparteitags.****

Mailath-Pokorny legte dar, dass ein "System der reinen
Wachstumsgesellschaft" eben gerade deswegen ökonomisch ineffizient
sei, weil es die Voraussetzungen zerstöre, auf denen es selbst
beruhe. Deshalb habe die Sozialdemokratie allen Grund, ihre
Forderungen selbstbewusst umzusetzen. Hätten doch nicht die
Visionäre, sondern die "allzu großen Realisten" die Gesellschaft an
den Rand des Absturzes geführt. Mailath-Pokorny sprach sich daher für
demokratiekonforme Märkte, ein Ende der Umverteilung von unten nach
oben, für Investitionen in Infrastruktur, Bildung und in die
Universitäten aus. "Wenn es einen Rettungsschirm für Banken gibt,
dann muss es auch einen Rettungsschirm für Bildung, Forschung und
Kultur geben!", unterstrich der Stadtrat.

Wien zähle nicht nur zu den lebenswertesten, sondern auch zu den
innovativsten Städten der Welt. Das sei nicht selbstverständlich,
sondern Ergebnis der "Hand- und Kopfarbeit" der Wienerinnen und
Wiener sowie von politischen Entscheidungen. In den letzten zehn
Jahren sei über ein Dutzend neuer Festivals, zehn neue Bühnen, eine
neue Oper und ein Musicaltheater sowie ein Stadtarchiv entstanden,
und es werde an drei Universitäten gebaut. "Es boomt, es brummt, es
bewegt sich was in Wien!", betonte hierzu Mailath-Pokorny.

Auch werde ein neues Wien-Museum konzipiert, das sich nicht der
Herrschaftsgeschichte, sondern der Alltagsgeschichte, der Gegenwart
und Zukunft widme. In Hinblick auf den hohen Stellenwert der
Erinnerungskultur in Wien strich Mailath-Pokorny das bevorstehende
Konzert der Wiener Symphoniker am Heldenplatz zum Tag der Befreiung
am 8. Mai hervor: "Erstmals müssen wir uns nicht in einer Gegendemo
organisieren - gegen trauernde Burschenschaften, sondern können uns
gemeinsam über ein soziales und demokratisches Österreich freuen!"
Ebenso seien die Vorarbeiten für ein Mahnmal für die Opfer für die
Freiheit Österreichs voll im Gange. Abschließend forderte
Mailath-Pokorny in Sachen Universitätspolitik ein gerechteres
Stipendiensystem, mehr Mitbestimmungsrechte für StudentInnen und den
Mittelbau sowie mehr Mittel, damit alle die studieren wollen, dieses
auch können. (Schluss) tr

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